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München - Die Kansas City Chiefs bleiben in der AFC an der Spitze. Gegen den amtierenden Super Bowl Champion Los Angeles Rams setzten sich Patrick Mahomes und Co. mit 26:10 durch. Der Quarterback der Chiefs hatte bereits zur Halbzeit 210 Yards durch die Luft zu verbuchen, am Ende kam er auf 320 Yards und einen Touchdown.

Die Rams traten ohne ihren verletzten Starting Quarterback Matthew Stafford an und hinterließen damit eine Lücke, die Backup Bryce Perkins nicht füllen konnte. Der Quarterback offenbarte zwischendurch kleine Lichtblicke, leistete sich gegen Ende aber auch zwei kostspielige Interceptions. 79 Yards und ein Touchdown waren letztlich zu wenig.

Kansas City mit Touchdown-Problemen

Die Offense der Chiefs begann zunächst stotternd, nach fünf Plays musste Mahomes schon wieder an die Seitenlinie. Noch schneller war nur Perkins wieder vom Feld. Der bekam dank des Fumbles von Skyy Moore beim Punt Return zwar sofort wieder die Chance, ging aber erneut mit einem Three and Out runter.

 

Dann fand Mahomes seine MVP-Form. 90 Yards in neun Plays und am Ende stand Travis Kelce zum Touchdown in der Endzone. Los Angeles mühte sich im Gegenzug zum ersten Scoring Drive, Kicker Matt Gay verkürzte aus 47 Yards auf 3:6.

Offensiv war es der einzige Lichtblick in einer punktearmen ersten Hälfte der von Verletzungen gebeutelten Rams. Aber auch die Chiefs fanden vor der Pause nicht mehr in die Endzone. Kicker Harrison Butker erhöhte aus 27 und 32 Yards aber per Field Goal zum 13:3-Halbzeitstand. Andy Reid war wohl wenig begeistert vom Auftritt seines Teams und soll in der Pause "mehr Touchdowns" gefordert haben.

Chiefs-Defense macht den Deckel drauf

Den nächsten bekam der Head Coach der Chiefs durch Running Back Isiah Pacheco. Ein Hauch von Vorentscheidung lag in der Luft. Aber nicht mit Bryce Perkins. Der nominell dritte Quarterback der Rams fand immer mehr in seinen Rhythmus, führte sein Team über 75 Yards bis an die Endzone und durfte mit dem erfolgreichen Pass auf Van Jefferson seinen ersten NFL-Touchdown feiern.

 

Im vierten Viertel ließ dann auch nochmal die Rams-Defense die Muskeln spielen. Erst stoppte sie die Chiefs kurz vor der eigenen Endzone, dann kassierte Nick Scott auch noch die Interception von Mahomes ein.

Im Gegenzug warf aber auch Perkins den Ball in die Hände des Gegenspielers. Kansas musste sich anschließend erneut mit dem Field Goal begnügen. Eine weitere Interception der Chiefs-Defense machte aber den Deckel drauf.

Mit einer Bilanz von 9-2 bleiben die Chiefs das beste Team der AFC. Die Rams hingegen liegen mit 3-8 in der NFC West abgeschlagen außerhalb der Playoff-Reichweite.

Los Angeles Chargers at Arizona Cardinals

Wildes Finish in Arizona. Die Los Angeles Chargers halten sich mit viel Mut im Playoff-Rennen. Dank eines Last-Minute-Touchdowns von Austin Ekeler und einer Two-Point-Conversion von Gerald Everett siegten die Kalifornier mit 25:24 gegen die die Arizona Cardinals.

Quarterback Justin Herbert warf 274 Yards und drei Touchdowns. Mit seinem zweiten an diesem Abend schob er sich auf Platz zwei der Quarterbacks mit den meisten Touchdowns in ihren ersten drei Saisons. Kyler Murray erzielte für die Cardinals 191 Yards und zwei Touchdowns, leistete sich aber auch eine Interception.

 

Mit dem Sieg bleiben die Chargers den Kansas City Chiefs in der AFC West auf den Fersen und schrauben ihre Bilanz auf 6-5 nach oben. Arizona droht mit 4-8 die Playoffs in dieser Saison zu verpassen.

New Orleans Saints at San Francisco 49ers

Shutout in der Bay Area. Die San Francisco 49ers haben den New Orleans Saints in einer Defensivschlacht keine Punkte erlaubt und gewannen mit 13:0. Jimmy Garoppolo warf 222 Yards durch die Luft und fand mit dem einzigen Touchdown des Abends Jauan Jennnings in der Endzone. Die weiteren Punkte besorgte Kicker Robbie Gould.

Die Saints hatten erst im vierten Viertel die Chance zu verkürzen, Kicker Will Lutz setzte seinen einzigen Versuch aber links daneben. Quarterback Andy Dalton schaffte es trotz 204 Yards nicht, sein Team zu Punkten zu führen.

Damit setzen sich die 49ers an der Spitze der NFC West fest und haben die Playoffs im Blick, New Orleans rutscht auf 4-8 ab, kann in der NFC South aber noch immer auf den Division-Sieg hoffen.

Las Vegas Raiders at Seattle Seahawks

Die Las Vegas Raiders gewinnen einen wilden Overtime-Ritt in Seattle. Bei den Seahawks setzten sie sich mit 40:34 nach OT durch. Josh Jacobs sorgte mit einem Monster-Lauf über 86 Yards für den umjubelten Sieg. Der Deutsche Jakob Johnson setzte den entscheidenden Block.

Derek Carr legte starke 295 Yards durch die Luft auf, warf drei Touchdowns und zwei Interceptions. Überragend war aber Johnson mit 229 Rushing Yards und insgesamt zwei Touchdowns. Bei den Seahawks war das Laufspiel wenig präsent, dafür legte Geno Smith 328 Yards und zwei Touchdowns auf.

Mit der Niederlage rutschen die Seahawks auf eine Bilanz von 6-5 ab und müssen in der NFC West um den Division-Sieg mit den San Francisco 49ers kämpfen. Las Vegas feierte den vierten Sieg der Saison, dürfte in der AFC aber kaum noch Chancen auf die Playoffs haben.