München - Tom Brady wurde zum Super-Bowl-MVP gewählt und Aaron Rodgers zum MVP der Saison. Die Fan-Meinungen gehen auseinander welcher von beiden der bessere Spielmacher ist.

Zugegeben, der perfekte Quarterback muss erst noch erfunden werden, aber wäre es möglich einen ultimativen Spieler aus verschiedenen Fähigkeiten zu kombinieren, könnte er so aussehen:

Zielgenauigkeit: Aaron Rodgers

Put it where you want it. Rodgers scheint wie kaum ein anderer Quarterback der NFL seine Receiver zu finden. Egal ob sie gedeckt sind oder offen stehen, Rodgers findet sein Ziel. 

In der vorherigen Saison warf der Packers-Passgeber keine einzige Interception bei einem Heimspiel. Das Lambeau Field scheint den 31-Jährigen nur noch genauer zu machen.

Toughness: Ben Roethlisberger

Nicht umsonst trägt Roethlisberger den Spitznamen "Big-Ben". Der Steelers-Quarterback scheint vor keinem Gegner Angst zu haben. Egal wie stark er getacklet wird, oder wie oft er ein Sack einstecken muss, Roethlisberger steht sofort wieder auf.

Seine Toughness spiegelt sich auch in seiner Leistung wider. So schaffte er es in der Saison 2014 in zwei Spielen hintereinander sechs Touchdown-Pässe zu werfen. Dies gelang vorher keinem anderen Spieler in der NFL.

Mentale Schnelligkeit: Peyton Manning

Dein Top-Receiver ist gedeckt? Kein Problem für Peyton Manning. Der Denver-Broncos-Quarterback weiß wie kein anderer Passgeber der NFL, wo sich seine Mitspieler auf dem Feld befinden.

Deshalb ist es für den Altmeister oftmals ein Kinderspiel auf schwierige Situationen während des Spiels zu reagieren. Die Folge: Mehr Touchdown-Pässe als jeder andere Quarterback in der NFL.

Führungsqualitäten: Tom Brady

Wenn in der Mitte der Saison 2014 jemand auf einen Super-Bowl-Sieg der New England Patriots gesetzt hätte, wäre er wohl für verrückt erklärt worden. Doch Tom Brady wird nicht umsonst als "Comeback-Kid" bezeichnet.

Egal welchen seiner Mitspieler man über die Jahre befragte, jeder lobte die Führungsqualitäten des Super-Bowl-Champions. Ob gegen die Baltimore Ravens oder gegen die Seattle Seahawks, Tom Brady weiß wie er ein Team von einem Rückstand zum Sieg führt.

Gefühl: Drew Brees

Beim Fußball wuchtete Roberto Carlos seine Freistöße mit Kraft und Gewalt ins gegnerische Tor, während Spieler wie Ronaldinho den Ball mit Gefühl und Technik im Kasten unterbringen. Ebenso Drew Brees.

Der Quarterback hat in seinen Fingerspitzen das gewisse Etwas um einen Ball mit Gefühl zu seinem Receiver zu werfen. 396 Touchdowns beweisen, dass es im Football nicht immer nur auf Kraft ankommt.

Körper: Cam Newton

5.5 Yards schafft Cam Newton im Durchschnitt wenn er selbst mit dem Ball läuft. Bei einer Größe von 1.96 m und einem Gewicht von 111 kg ist er eine wahre Urgewalt. 

Für Verteidiger ist es oftmals schwierig, den Panthers-Quarterback überhaupt zu Boden zu ringen, egal ob er seine Pocket verlässt oder in ihr bleibt.

Der Arm: Matthew Stafford

Hoch und weit, Stafford-Zeit. Matthew Stafford dürfte in der NFL wohl den stärksten Arm aller Quarterbacks besitzen. Keiner wirft so oft und so weit lange Pässe wie der Lions-Passgeber.

In der vergangenen Spielzeit brachte es der 27-Jährige auf 4257 Passing-Yards. Sollte er seinem geworfenen Bällen noch mehr Genauigkeit verleihen, wäre Stafford eine starke Waffe für die kommenden Lions-Jahre.

Laufqualität: Russell Wilson

Wenn Russell Wilson freie Bahn hat, ist er kaum zu halten. Der Quarterback der Seattle Seahawks ist von allen Quarterbacks der NFL der schnellste und wendigste.

Wilson hat sich für die "Hawks" in den letzten Jahren immer mehr zur Lauf-Waffe entwickelt. In der Saison 2014 erlief er bei 119 Lauf-Versuchen ganze 849 Yards.

Charakter: Andrew Luck 

Niemals aufgeben. Die Colts gewannen seit der Ankunft von Andrew Luck viele Spiele in der letzten Sekunde. Zufall? Nein, denn Andrew Luck steht wie kaum ein anderer Quarterback für unbändigen Willen bis zur letzten Sekunde.

Durch seinen Charakter schafft es Luck auch seine Teamkameraden bis zum Schluss zu pushen. Eine Fähigkeit, die ihn zumindest in dieser Kategorie zum perfekten Quarterback macht.