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München – Die Untersuchungen zu den Vorkommnissen um Dolphins-Quarterback Tua Tagovailoa sind noch nicht abgeschlossen. Konkrete Ergebnisse gibt es also noch keine, ob beim Spiel gegen die Buffalo Bills beim Concussion Protocol medizinische Fehler gemacht wurden oder ob es Verstöße gegen das Protokoll gab.

Dafür gibt es aber die Erkenntnis: Es muss sich etwas ändern. Und das wird es. Das bestätigten die NFL und die Spielergewerkschaft NFLPA in einer Erklärung.

"Die NFL und die NFLPA sind sich einig, dass Änderungen am Concussion Protocol erforderlich sind, um die Sicherheit der Spieler zu verbessern", heißt es in der Erklärung. 

Schlupfloch im Concussion Protocol

Und weiter: "Das 'Mackey-White Health & Safety Committee' der NFLPA und das 'Head Neck and Spine Committee' der NFL haben bereits Gespräche über die Verwendung des Begriffs 'Grobmotorische Instabilität' aufgenommen. Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Tagen Änderungen am Protokoll vorgenommen werden, die auf den bisherigen Erkenntnissen des Überprüfungsprozesses basieren." 

Die "Grobmotorische Instabilität" war bislang eine Art Schlupfloch. Im Moment muss ein Spieler, der eine "grobmotorische Instabilität" zeigt, auf eine Gehirnerschütterung untersucht werden. 

Sollten die Ärzte aber zu dem Schluss kommen, dass diese Instabilität keine neurologische Ursache hatte, kann der Spieler auf den Platz zurückkehren. Gut möglich also, dass eine Rückkehr bei einer grobmotorischen Instabilität künftig generell ausgeschlossen wird. 

Kasim Edebali fordert Änderungen

"Wir müssen die Regeln verbessern, denn so etwas wollen wir nicht sehen", hatte Kasim Edebali am Samstag in der #ranCollege-Sendung gesagt: "Die Tests müssen besser werden, es muss eine Minimum-Zeit geben, die man draußen sein muss. Wir wollen wieder ins Spiel, wir müssen aber vor uns selbst geschützt werden."

Tagovailoa hatte sich am Donnerstag im Spiel bei den Cincinnati Bengals eine Kopf- und Nackenverletzung zugezogen. Bereits wenige Tage zuvor fiel der Quarterback beim Sieg der Dolphins über die Bills auf den Kopf und wurde untersucht. Er durfte anschließend aber auf das Feld zurückkehren.

Eine erste Konsequenz der Verletzungsgeschichte um den Spielmacher der Dolphins gibt es offenbar schon. Denn bei der erwähnten Untersuchung soll laut "ESPN" ein medizinischer Berater in seiner Bewertung "mehrere Fehler" gemacht haben. Dieser Berater soll dem Bericht zufolge entlassen worden sein.

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