München - Der Ausschuss des Repräsentantenhauses hat einen 79-seitigen Bericht zur Untersuchung der Washington Commanders und die dortigen Arbeitsbedingungen veröffentlicht.

Laut diesem soll Commanders-Besitzer Dan Snyder "Fragen ausgewichen sein, indem er über 100 Mal sagte, Informationen nicht zu kennen oder sich nicht erinnern zu können und sogar irreführende Antworten in seiner Aussage gegeben haben".

Snyder habe die toxischen Arbeitsverhältnisse in der Organisation der Commanders "erlaubt und daran teilgenommen". Er behinderte die 14-monatige Untersuchung des Kongresses mit seinem Verhalten, entzog sich einer Vorladung und soll Zeugen von der Zusammenarbeit abgehalten und eingeschüchtert haben, heißt es in dem Bericht.

"NFL wusste Bescheid und unternahm nichts"

Das Komitee nahm aber auch die NFL ins Gericht. So soll die Liga sich an Snyders Vergehen mitschuldig gemacht haben, indem sie nicht mit der Untersuchung des Kongresses kooperierte und eine bereits 2020-21 von Richterin Beth Wilkinson geleitete Untersuchung der Franchise unterschlagen haben. Deren Ergebnisse wurden nie vollständig veröffentlicht.

"Die NFL wusste Bescheid und unternahm nichts", wird Carolyn Maloney, die den Ausschuss führte, im Bericht zitiert. "Die NFL hat entschieden, die Ergebnisse von Richterin Wilkinson zu begraben und das aufgedeckte Fehlverhalten reinzuwaschen", heißt es darin weiter.

Ein von "ESPN" kontaktierter Sprecher der NFL gab an, dass die Liga den Report noch nicht angeschaut hätte und keinen Kommentar abgebe. Auch die Commanders hielten sich zurück.