Jeff Bezos gilt als Kandidat für den Kauf der Washington Commanders - Bildquelle: IMAGO/Cover-ImagesJeff Bezos gilt als Kandidat für den Kauf der Washington Commanders © IMAGO/Cover-Images

Mausert sich Jeff Bezos plötzlich zum Top-Kandidaten auf die Übernahme der Washington Commanders? Laut der "New York Post" soll der Multimilliardär mit dem Gedanken spielen, die Washington Post zu verkaufen. Dadurch erhoffe sich der Amazon-Chef, mit dem aktuellen Besitzer der Commanders, Dan Snyder, ins Reine zu kommen und somit bessere Chancen auf einen Kauf zu haben.

Geld spielt hingegen eine eher untergeordnete Rolle. Bezos verfügt über ein geschätztes Vermögen von mehr als 110 Milliarden Euro und kaufte die amerikanische Tageszeitung 2013 für etwa 230 Millionen Euro. Die Commanders dagegen sind etwa fünf bis sechs Milliarden Euro wert - Peanuts für Bezos.

Doch dem einst reichsten Menschen der Welt gehe es laut dem Bericht vielmehr um einen "sauberen Weg" zu einem Deal. Denn Snyder steht mit Bezos auf Kriegsfuß, seitdem Berichte der "Washington Post" eine giftige Managementkultur bei den Commanders aufdeckten. Unter anderem soll Snyder über sexuelle Belästigung hinweggesehen haben.

Snyder: Zwingt Bezos ihn zum Verkauf?

Daraufhin habe Snyder einem Bericht der "New York Times" zufolge Bezos verdächtigt, er würde diese Berichterstattung fördern, um ihn dazu zu bringen, den Verein zu verkaufen.

Ein Deal mit Bezos schien daher ausgeschlossen: "Es wird nie passieren. Dan Snyder verabscheut die Washington Post. Auf keinen Fall würde er an den Eigentümer dieser Zeitung verkaufen", sagte eine Quelle dem "NBC-Sports"-Reporter Peter King. Auch nach Ablauf einer Frist für Angebote zum Kauf der Commanders im Dezember zählte der Amazon-Gründer Berichten zufolge nicht zu den potenziellen Käufern.

Bezos vor Verkauf der Washington Post?

Doch wie eine Quelle der "New York Post" berichtete, könnte es nun zu einer Trendwende kommen: "Ich denke, die Leute von Bezos könnten zu Dan gehen und als Geste des guten Willens sagen: Wir verkaufen die Zeitung. Ich denke, das würde bei Dan sehr gut ankommen."

Zwar sei der 59-Jährige ein großer Fan der NFL, Pläne zum Verkauf der Washington Post gebe es laut ihm selbst jedoch nicht.