Antonio Brown zählt als einer der besten Fantasy-Wide-Receiver. - Bildquelle: 2016 Getty ImagesAntonio Brown zählt als einer der besten Fantasy-Wide-Receiver. © 2016 Getty Images

München - Viele Fans freuen sich nicht nur auf den Start der NFL, sondern auch auf den Beginn ihrer Fantasy-Liga. Auch in Deutschland findet Fantasy-Football immer mehr Anhänger. Doch was macht das virtuelle Managerspiel eigentlich aus? ran.de erklärt euch die Grundlagen von Fantasy-Football.

Fantasy Football: Worum geht es?

Fantasy Football unterscheidet sich vom Spielprinzip nicht von anderen virtuellen Sportmanagerspielen. Ebenso wie bei "Comunio" und Co. ist es das Ziel sein eigenes Team aus NFL-Spielern zusammenzustellen. 

Darauf tritt man jede Woche gegen einen anderen Manager und dessen Kader an. Dabei ist am Ende wichtig, wer das jeweilige Matchup gewonnen hat. Es zählt also nicht, wer die meisten Punkte mit seinem Kader erzielt hat, sondern wer die meisten Duelle gewonnen hat. Wir gehen in diesem Artikel von der einsteigerfreundlichen Standard-Liga-Variante aus. 

Fantasy Football: Wie stelle ich mein Team zusammen?

Genau wie in der NFL stellen die jeweiligen Manager ihr Team auch beim Fantasy Football in einem Draft zusammen. Dabei wird vorher ausgelost, wer an welcher Stelle des Drafts einen Spieler auswählen darf. Die Draft-Reihenfolge wird letztlich vom Liga-Manager bearbeitet und kann sich beispielsweise auch nach den Platzierungen des Vorjahres richten.

Nach der ersten Runde geht es im Snake-Prinzip weiter. Beispiel: Spieler A darf in Runde 1 an erster Stelle ziehen, in Runde 2 an letzter Stelle und in Runde 3 wieder an erster Stelle.

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Es gibt jedoch noch eine weitere Draft-Variante: Beim Auktions-Draft hat jeder Manager ein gewisses Budget zur Verfügung und muss um jeden Spieler bieten. Beispiel: Jeder Manager hat ein Budget von 200 Dollar. Antonio Brown wird im Draft aufgerufen. Spieler A bietet 50 Dollar, gewinnt die Auktion und hat deshalb Brown in seinem Kader. Nach der Aktion kann er jedoch nur noch 150 Dollar für andere NFL-Spieler ausgeben.

Bei einer Standard-Liga müssen in den meisten Fällen folgende Positionen von einem Spieler ausgefüllt werden: Ein Quarterback, ein Tight End, zwei Running Backs, zwei Receiver, ein Flex-Spieler (ein weiterer Receiver, Tight End oder Running Back), eine Defense, ein Kicker und sieben weitere Spieler für die Bank. 

Im Hinblick auf die Defense wird dabei eine komplette Defense ausgewählt. Beispielsweise die der Houston Texans, bei der Vince Wilfork und J.J. Watt für Punkte sorgen könnten.

 

Fantasy Football: Wie wird gewertet?

Beim Fantasy-Football werden für jeden Spieler einzelne Punkte vergeben. Es gibt jedoch anders als bei Fußball-Managerspielen keine Note. Nur die Statistiken des Akteurs am jeweiligen Spieltag werden berechnet. 

Bei einer Standard-Liga erhalten Quarterbacks unter anderem Punkte für geworfene Yards oder Passing-Touchdowns. Beispiel: Russell Wilson wirft für 100 Yards, wirft einen Touchdown und läuft für 50 Yards. Nach der Standard-Bewertung würde er pro 25 Passing-Yards einen Punkt erhalten, pro Passing-Touchdown vier Punkte und pro 10 Rushing-Yards einen Punkt. Insgesamt würde er für seine erbrachten Leistungen also 13 Punkte erhalten.

Hier noch einmal die Offense-Punktevergabe in der Übersicht:

Passing-Yards: 1 Punkt pro 25 Yards

Passing-Touchdowns: 4 Punkte pro Touchdown

Interceptions: -2 Punkte pro Interception

Rushing-Yards: 1 Punkt pro 10 Yards

Rushing-Touchdowns: 6 Punkte pro Touchdown

Receiving-Yards: 1 Punkt pro 10 Yards

Receiving-Touchdowns: 6 Punkte pro Touchdown

Fumble Recovered für einen Touchdown: 6 Punkte

2-Point Conversions: 2 Punkte

Fumbles und Ball verloren: -2 Punkte

Auch die Kicker und die Defense erhalten für ihre Leistungen Punkte. Lässt ein Defensiv-Team beispielsweise weniger Punkte des Gegners zu, erhält es mehr Punkte beim Fantasy Football.

Fantasy Football: Muss ich mein Team die ganze Saison behalten?

Nein! Während der Saison gibt es eine Art Transfermarkt. Beim sogenannten Waiver Wire können Spieler aus dem eigenen Team verkauft und alle Free Agents, die nicht in einem anderen Manager-Team sind, an Board geholt werden. 

Nach einem Spieltag beim Fantasy Football gibt jeder Manager anonym an, welchen Spieler er gerne in sein Team holen möchte. Auch hier läuft es ähnlich wie beim Draft ab. Allerdings darf immer das schlechteste Manager-Team zuerst wählen, während der beste Manager am Ende an der Reihe ist.

Selbstverständlich ist es beim Fantasy Football auch möglich, Spieler untereinander zu tauschen. Jeder Manager kann beliebig viele Spieler mit einem anderen Manager tauschen.

Fantasy Football: Worauf muss ich sonst achten?

Vorbereitung: In jeder Fantasy-Football-Liga ist es essenziell, sich vorher zu informieren, welche Spieler man in sein Team holen möchte. Die NFL-Website bietet dazu mehrere Seiten an, wo sich jeder über die vorherigen und die zu erwartenden Statistiken eines Spielers informieren kann. Ebenso bietet sich die Teilnahme an einem Mock Draft an, wo jeder Manager unter Live-Bedingungen schon vorher testen kann, welche Spieler in den ersten Runden und welche erst später ausgewählt werden.

Dran bleiben: Wenn der Draft schlecht gelaufen ist, heißt das noch lange nicht, dass die Saison gelaufen ist. Viele Spieler zeigen ihre Stärke erst während der Saison und können so über den Waiver Wire noch ins Team geholt werden. Ebenso wichtig: Nach Spieltag aufstellen. Spielen die Packers beispielsweise gegen eine schwache Defensive, lohnt es sich in dieser Woche auf Green-Bay-Spieler in der Offense zu setzen.

Spaß haben: Im Endeffekt geht es vor allem darum, Spaß zu haben. Dazu zählt auch, sich seine gewünschten Spieler zu holen. Egal ob es der jeweilige Lieblingsspieler ist, oder ob er nach Einschätzungs des Spielers eine starke Saison spielen wird: Am Ende musst man sich mit deinem Team identifizieren können. Deshalb sollte man beim Draft eventuell nicht zu lange warten, um seinen Favoriten zu draften.

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