Ivan Fedotov wurde beim NHL Draft 2015 von den Philadelphia Flyers ausgewähl... - Bildquelle: IMAGO/ITAR-TASSIvan Fedotov wurde beim NHL Draft 2015 von den Philadelphia Flyers ausgewählt © IMAGO/ITAR-TASS

München - Er wollte in die NHL und sollte stattdessen zum russischen Militär, vielleicht sogar in den Krieg.

Torwart Ivan Fedotov, der im Jahre 2015 von den Philadelphia Flyers gedraftet worden ist, wurde offenbar festgenommen, weil er sich dem Militärdienst verweigerte. Dies berichtet unter anderem das Fachmagazin "The Hockey News" und beruft sich auf russische Quellen.  

Fedotov spielte zuletzt für CSKA Moskau. Der Eishockeyverein soll eine enge Verbindung zur russischen Armee haben. Früher gehörte der Klub der Sowjetarmee an. Heute befindet sich der Eishockey-Verein im Besitz des Ölkonzerns Rosneft, der mehrheitlich der russischen Regierung gehört.

Der freiberufliche Eishockey-Journalist Aivis Kalnins hat dazu recherchiert und schreibt: "Nach dem, was ich recherchiert habe, haben sie versucht, Ivan Fedotov zu zwingen, einen neuen Vertrag mit CSKA zu unterzeichnen, sonst muss er zur Armee. Menschenrechte gibt es in Russland nicht."

Fedotov, der die russische Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen 2022 zu Silber führte und nach Abschluss der KHL-Saison bei den Philadelphia Flyers unterschrieb, wurde nach der regulären Saison zum besten Torhüter der KHL ernannt. Er sollte in der Saison 2022/23 bei den Flyers um die Rolle des Backup-Goalies konkurrieren.

NHL: Fedotov drohen bis zu zwei Jahre Gefängnis 

Dieses Vorhaben könnte nun unmöglich sein. Fedotov wurde Berichten zufolge zum russischen Militärregistrierungs- und Einberufungsbüro gebracht. Wie es mit ihm weitergeht, ist bislang nicht bekannt. 

Allerdings gibt es offensichtlich Bilder von Fedotovs Verhaftung.

Das Strafgesetzbuch der Russischen Föderation besagt in Artikel 328, dass "Flucht aus dem militärischen oder alternativen Zivildienst" mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft werden kann.

Chuck Fletcher, der General Manager der Philadelphia Flyers, sagte zu den besorgniserregenden Meldungen: "Wir sind uns der Berichte bewusst und untersuchen die Situation. Wir haben zu diesem Zeitpunkt keinen weiteren Kommentar anzugeben."

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