Ein paar Profis knieten erstmals vor einer Partie - Bildquelle: AFPGETTY IMAGES NORTH AMERICASIDJEFF VINNICKEin paar Profis knieten erstmals vor einer Partie © AFPGETTY IMAGES NORTH AMERICASIDJEFF VINNICK

Köln (SID) - Erstmals sind NHL-Profis aus Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt in voller Eishockey-Montur während der Nationalhymnen auf die Knie gegangen. Ryan Reaves, einer der wenigen schwarzen Spieler in der vorwiegend weißen Liga, und Torwart Robin Lehner von den Vegas Golden Knights knieten gemeinsam mit Tyler Seguin und Jason Dickinson von den Dallas Stars vor der Begegnung der beiden Klubs in Edmonton.

Zum Restart der NHL hatte am vergangenen Samstag Matt Dumba von Minnesota Wild diese Form des Protests gewählt - in Zivilkleidung, nachdem er in einer emotionalen Ansprache auf dem Eis größere Anstrengungen gegen Rassismus gefordert hatte. Der Verteidiger aus Kanada mit philippinischen Wurzeln war allerdings nur bei der US-Hymne, nicht jedoch bei der kanadischen aufs Knie gegangen.

Anders als im Basketball (NBA/WNBA), Football (NFL), Fußball (MLS/NWSL) und Baseball (MLB) hatten die NHL-Spieler vor ihren eigenen Partien auf diese Geste, die NFL-Star Colin Kaepernick bereits 2016 in den US-Profisport einführte, verzichtet. Stattdessen hatten sich in den Vorbereitungsspielen zum Restart die Teams bei den Hymnen untereinander vermischt, um Einigkeit zu demonstrieren. Die Liga war wegen ihrer zögerlichen Haltung teilweise harsch kritisiert worden.

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