Aisha Visram gehört dem Trainerteam der Los Angeles Kings an - Bildquelle: imago / Screenshot twitter @LAKingsAisha Visram gehört dem Trainerteam der Los Angeles Kings an © imago / Screenshot twitter @LAKings

Los Angeles/München - Aisha Visram von den Los Angeles Kings hat in der Nacht von Donnerstag auf Freitag Geschichte geschrieben. Sie gilt als die erste Frau, die in einem Spiel der NHL (ab dem 27. Februar live auf ProSieben MAXX und ran.de) als Bestandteil des Trainerteams hinter der Bande stand.

Visram ist als Athletik-Trainerin bei den Kings tätig und erlebte den 6:2-Sieg ihrer Mannschaft gegen die Pittsburgh Penguins von der Trainerbank aus mit.

"Das ist unglaublich. Das ist großartig. Davon brauchen wir mehr in unserem Spiel. Ich kann Ihnen sagen, dass Aisha ein großer Teil unserer Organisation ist", sagte Todd McLellan, der Cheftrainer der Kings.

McLellan über Visram: "Unglaubliche Belohnung für sie"

Über die Aufgaben seiner Trainerkollegin sagte McLellan: "Sie betreut Chris Kingsley (Chef-Athletik-Trainerin, Anm.d.Red.) und den Rest des Personals und nimmt dort eine große Rolle ein. Sie leistet einen enormen Job. Das ist eine unglaubliche Belohnung für sie. Jeder ist ein großer Teil davon, also schließe ich sie mit ein."

Visram ist eigentlich als Athletiktrainerin für die Ontario Reign tätig. Der Tochterverein der Kings spielt in der zweitklassigen AHL. Die Beförderung zu den Kings erfolgte erst am Donnerstag, weil mehrere Mitarbeiter des Trainerteams im Covid-Protokoll landeten und daher dem Spiel fernbleiben mussten.

Vom College in die NHL 

Die Trainerin blickt bereits auf etwa zehn Jahre Erfahrung im Eishockey zurück. Von 2012 bis 2017 trainierte sie die Herren- und Damen-Mannschaft der St. Lawrence University. Danach folgten drei Jahre im Trainerteam der Adirondack Thunder in der East Coast Hockey League, ehe sie in die Organisation der Los Angeles Kings wechselte.

Visram hätte zu Beginn ihrer Laufbahn nie damit gerechnet, eines Tages in einem Spiel der NHL hinter der Bande zu stehen. "Als ich aufwuchs, war die Idee, dass Frauen im professionellen Eishockey arbeiten, noch ein wenig verrückt. Aber ich hatte das Glück, dass es viele wirklich qualifizierte und motivierte Frauen vor mir gegeben hat, die diesen Weg geebnet haben", erklärte sie.

Nicht zuletzt deshalb wurde sie in der Organisation der Los Angeles Kings gut aufgenommen: "Seitdem ich hier bin, hatte ich nie das Gefühl, dass das jemals ein Problem gewesen ist. Ich denke, dass bedeutet, dass der Sport versucht, einen noch größeren Wert auf Inklusion zu legen."

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