Leon Draisaitl schreibt Geschichte - Bildquelle: imago images/Icon SMILeon Draisaitl schreibt Geschichte © imago images/Icon SMI

München/Edmonton - Die nordamerikanische Eishockey-Profiliga NHL setzt die aufgrund der Coronakrise unterbrochene Saison mit erweiterten Playoffs und 24 Mannschaften fort. Dies teilte NHL-Commissioner Gary Bettman am Dienstag mit.

Durch die Entscheidung ist der deutsche Superstar Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers Scoring Champion der Hauptrunde und damit Gewinner der Art Ross Trophy geworden. Der Stürmer spielt erneut eine überragenden Saison und führte die Scorerliste bei Abbruch mit 110 Punkten (43 Tore und 67 Assists) überlegen an.

Direkt dahinter, auf dem zweiten Platz landete Draisaitls Teamkollege Connor McDavid mit 97 Punkten (34 Tore & 63 Assists). Der gebürtige Kölner ist erst der neunte Europäer, der diese Trophäe gewinnt.

Punktequotient ermittelt Teilnehmer

Im vorgestellten Playoff-Format spielen die jeweils besten vier Teams der Eastern und der Western Conference in der ersten Runde im Format jeder gegen jeden die Setzliste für das Achtelfinale aus.

Die Teams sind anhand eines Punktequotienten ermittelt worden, da die Klubs eine unterschiedliche Anzahl an Spielen absolviert haben. Die Mannschaften auf den Rängen fünf bis zwölf der beiden Conferences ermitteln in Best-of-Five-Serien die weiteren acht Achtelfinal-Teilnehmer. Spätestens ab dem Halbfinale wird im Best-of-Seven-Modus gespielt.

Beide Conferences werden für die Play-offs auf zwei Städte aufgeteilt, die noch nicht bekannt gegeben wurden. In der engeren Auswahl stehen zehn Städte. In diesen sogenannten "Hub Citys" dürfen pro Team maximal 50 Personen sein. 

Strenge Hygieneregeln

Anfang Juni soll dann die sogenannte "Phase 2" beginnen, in der die Teams freiwillig in ihren eigenen Trainingszentren in Kleingruppen das Training wieder aufnehmen können. Voraussetzung dafür ist aber, dass die zuständigen Gesundheitsbehörden in den jeweiligen Bundesstaaten die örtlichen Beschränkungen ausreichend gelockert haben. Im negativen Fall würde die Liga mit den Klubs an alternativen Vereinbarungen arbeiten, heißt es.

Dort dürfen sich Spieler in Kleingruppen von maximal sechs Personen plus "eine limitierte Anzahl von Trainern und Betreuern" gleichzeitig auf den Restart vorbereiten, wobei die Abstandsregelung stets eingehalten werden muss. Spieler, die nicht dem Verein angehören, dürfen sich dort nicht mehr fit halten. 

Mehrere Tests während der Woche

Akteure, die zu ihrem Spielort mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Flugzeug oder Zug zurückkehren, sollen sich in eine 14-tätige Quarantäne in den eigenen vier Wänden begeben, bevor sie am Training teilnehmen. Gleiches gilt für Spieler, die aus besonders stark vom Coronavirus betroffenen Gegenden anreisen.

48 Stunden vor Rückkehr in den Trainingsbetrieb müssen sich Spieler einem Test auf COVID-19 unterziehen. Reguläre Tests sollen dann zweimal in der Woche stattfinden. Die Spieler sind zudem dazu angehalten, mögliche Symptome sowie ihre Körpertemperatur, die außerdem noch einmal am Eingang kontrolliert wird, selbstständig im Auge zu behalten.

Die Rückkehr in den "normalen" Trainingsbetrieb wird nicht vor dem 1. Juli beginnen, wie die Liga weiter mitteilte. Dieser Zeitpunkt ist als "Phase 3" deklariert. Die NHL ruht wegen der Corona-Pandemie seit dem 12. März.

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