XFL-Commissioner Oliver Luck hofft, dass man den Geschmack der Fans trifft. - Bildquelle: imago images / ZUMA PressXFL-Commissioner Oliver Luck hofft, dass man den Geschmack der Fans trifft. © imago images / ZUMA Press

München - Für die XFL war es eine Steilvorlage. Die neue Football-Liga steht in den Startlöchern und hat den unfreiwilligen Pass in die eigenen Regeln aufgenommen.

Denn nach der Wild Card Round war das Gejammer mal wieder groß, als das Playoff-Spiel der New Orleans Saints und der Minnesota Vikings in die Verlängerung ging. Als die Vikings im ersten Drive den Ball in die Endzone brachten, war klar: Das Spiel ist durch, die Saints bekommen keine Chance mehr.

Mehr Action, mehr Tempo

Diese ebenso absurde wie umstrittene Overtime-Regelung steht Jahr für Jahr in der Kritik. Die neue Football-Liga XFL, die eine Woche nach dem Super Bowl ab dem 8. Februar (live auf ran.de) die Offseason der NFL überbrücken soll, setzt mit ihren Regeln genau da an - unter anderem.

Das generelle Ziel: Mehr Action, ohne die Gesundheit der Spieler zu gefährden, dazu mehr Tempo. "Wir haben den Fans zugehört", sagte XFL-Commissioner Oliver Luck. "Und sie sagten uns, dass sie dieses Spiel lieben, aber sie möchten es etwas schneller und mit etwas mehr Spannung."

Man habe auch versucht zuzuhören, was die Fans nicht wollten, so Luck: "Sie wollten keine Spielereien oder Dinge, die nicht authentisch sind. Wir wollten ein großartiges Spiel und es ein bisschen besser machen."

ran.de stellt ein paar interessante Regeln vor.

Verlängerung: In der Verlängerung soll es eine Art Shootout geben, das an Elfmeterschießen beim Fußball erinnert. Die Teams haben jeweils fünf Spielzüge von der 5-Yard-Linie, die jeweils zwei Punkte wert sind. 

Abwechselnd werden nun die Punkte gesammelt, bis ein Team gewonnen hat. Steht es nach fünf Versuchen unentschieden, geht es abwechselnd mit je einem Versuch weiter, bis ein Sieger feststeht. 

Strafen gegen die Defense sorgen zum Beispiel dafür, dass die Offense bis an die 1-Yard-Linie vorrücken kann. Bei jeder weiteren Strafe gibt es sofort Punkte für die Offense. 

Extra-Punkte: Der traditionelle Extra-Punkt nach einem Touchdown fällt weg. Dafür gibt es drei Varianten, für die sich das Team entscheiden kann. Ein Spielzug von der 2-Yard-Linie, der einen Punkt wert ist. 

Von der 5-Yard-Linie gibt es zwei Punkte, aus zehn Yards Entfernung drei Zähler. Bei einer Interception und einem Touchdown der Defense erhält der Gegner die Punkte, die ursprünglich anvisiert waren.

Zwei Pässe: Die Teams können in einem Play den Ball zweimal nach vorne passen. Vorgabe: Erst der zweite Pass darf die Line of Scrimmage passieren. Diese Regel soll zu mehr Trick Plays ermutigen.

Kickoff: Beim Kickoff dürfen sich nur der Kicker und der Returner bewegen, bis der Ball gefangen ist oder nach drei Sekunden, nachdem er den Rasen berührt hat. 

Der Ball wird von der 25-Yard-Linie aus gekickt, das Return- und Coverage-Team stellen sich fünf Yards voneinander entfernt an der 30- und 35-Yard-Linie auf. Onside Kicks müssen vorher angekündigt werden.

Catch: Wie im College reicht es, wenn bei einem Catch ein Fuß auf dem Feld ist.

Uhr: Sie läuft mit Ausnahme der letzten beiden Minuten einer jeden Hälfte, also auch, wenn es Incompletions gibt oder der Ball das Feld verlässt. Außerdem hat die Offense 25 Sekunden Zeit, um einen Spielzug zu starten, in der NFL sind es 40.

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