AJ Styles (l.) vs. Sammie Zayn (r.): Faszination WWE - Bildquelle: WWEAJ Styles (l.) vs. Sammie Zayn (r.): Faszination WWE © WWE

München - 730 Millionen Dollar Einnahmen im Jahr 2016. Eine Hausmarke, die im Entertainmentbereich ihresgleichen sucht. Die Zahl zeigt: Die WWE ist eine der beliebtesten und prägendsten Sportligen der Welt – obwohl alles gespielt ist.

Doch was ist überhaupt die WWE? Die drei Buchstaben setzen sich aus World Wrestling Entertainment zusammen. Seit 1980 wird die WWE offiziell als Sport-Entertainment bezeichnet. Und wie das zweite Wort schon sagt: Es wird gewrestlet. Die Sportart Wrestling ist vor allem in den USA, Japan und Mexiko äußerst beliebt. Das wichtigste vorab: Der Sieger eines jeden Kampfes steht schon vor Beginn fest – so auch in der WWE.

Die WWE ist seit Jahrzehnten fest in der Hand einer Familie: Den McMahons. Seit 1980 ist Vince McMahon der Vorsitzende des Unternehmens und gleichzeitig auch Hauptanteilseigner. Zwischen 1979 und 2002 hieß die WWE noch World Wrestling Federation (WWF). Im Jahr 2002 verlor die Wrestling-Organisation jedoch einen Rechtsstreit gegen den World Wide Fund for Nature und musste schlussendlich das Kürzel "WWF" abgeben und sich umbenennen. Seit diesem Zeitpunkt existiert die WWE.

Was passiert vor einem Showkampf? Um das Phänomen WWE zu verstehen, schauen wir zuerst hinter die Kulissen. Denn im Hintergrund werden für jede einzelne Sendung, für jeden einzelnen Kampf, Stories geschrieben. Die sogenannten Kreativteams sorgen für die Storylines der wöchentlichen Shows (RAW, Smackdown und die Nachwuchsshow NXT). Unter den Autoren finden sich dabei auch immer wieder Quereinsteiger aus Hollywood – wie etwa Freddie Prince Jr.

Ein Skript ähnelt dem klassischen TV-Drehbuch. Darin werden alle Kämpfe, deren Anordnungen und der weitere Showinhalt festgelegt.

Bevor es vor den TV-Kameras zur Sache geht, kommen die Producer ins Spiel. Sie sind Bindeglieder zwischen den Autoren und den Protagonisten im Ring. Zumeist sind Producer ehemalige Wrestler, die sich in der Materie bestens auskennen. Ihre Aufgabe: Die Choreographie eines jeden Kampfs in der Show.

Was passiert im Ring? Es folgt der Auftritt der WWE-Stars, die die Fans aus dem Fernsehen kennen. Zumeist wissen die Charaktere nur das Nötigste eines jeden Skripts, denn wie der Schweizer Wrestler Cesaro gegenüber "Sport1" erklärt: "Es werden von uns Wrestlern viel mehr spontane, kreative Elemente in die Kämpfe eingebaut, als es die meisten vermuten."

Was schlussendlich über die TV-Bildschirme ins Wohnzimmer geliefert wird, ist Show. Über 90 professionelle Wrestler sind in den verschiedenen Ligen der WWE aktiv, darunter rund 20 weibliche. An fehlenden Storylines mangelt es den Autoren im Wrestling definitiv nicht.

Bekannte Vorwürfe an die WWE und ihre Wrestler: Der große Vorwurf - alles sei nur "Fake" - stimmt prinzipiell. Doch sind Serien oder Filme nicht auch gestellt?

Die Leistung eines jedes Wrestlers sollten sich Kritiker immer vor Augen führen. Die Stunts und Aktionen, die sie tagein, tagaus üben, sind waghalsig. Die Superstars John Cena und Seth Rollins fielen etwa über ein halbes Jahr aus.

Auch dem Vorwurf, Wrestler seien gedopt, wirkt die Organisation entgegen. Die WWE hat ein eigenes Gesundheitsprogramm. Nimmt ein Wrestler unerlaubte Mittel ein, folgt eine Sperre. Wird er noch einmal dabei erwischt, folgt prompt eine Entlassung.

Die WWE auf ProSieben MAXX und ran.de im Überblick

"RAW": Immer mittwochs um 22:05 Uhr, kommentiert von Sebastian Hackl und Holger Böschen

"SmackDown": Immer donnerstags um 22:15 Uhr, kommentiert von Manu Thiele und Walandi Tsanti

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