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München - Am vergangenen Samstag war es soweit. Das Comeback der United States Football League stand an. Während die NFL sich in der Offseason befindet, sorgte die neue USFL also für "Spring Football" in den USA.

Der erste Spieltag ist nun gespielt - zumindest teilweise. Sechs der acht Teams kamen bereits zum Einsatz. Ein Spiel wird am Montagabend nachgeholt. ran verschafft euch einen Überblick über die ersten Games und zeigt euch, was der erste Spieltag der USFL sonst noch so mit sich gebracht hat.

USFL: Eröffnungsspiel Stallions gegen Generals

Am Samstag eröffneten die Birmingham Stallions und die New Jersey Generals die Saison der USFL. Alle Spiele finden aufgrund der "Corona-Bubble" der Liga im Protective Stadium in Birmingham, Alabama statt. Vor vollen Rängen siegten die Stallions mit 28:24 über die Generals.

Matchwinner war Quarterback J'Mar Smith, der für den verletzten Alex McGough ins Spiel kam und 29 Sekunden vor dem Ende aus zwei Yards zum Touchdown rannte und so den Sieg für die Stallions klarmachte. Dabei waren zur Halbzeit noch die Generals mit sieben Punkten vorne - doch das bessere Ende blieb dem Heimteam vorbehalten.

USFL: Gamblers schlagen Panthers

Am Sonntag ging es dann mit dem Match zwischen den Houston Gamblers und den Michigan Panthers weiter. Mit 17:12 gewannen die Panthers das Spiel, das aufgrund eines Unwetters in Birmingham verspätet angepfiffen wurde. Running Back Mark Thompson erlief bei 13 Läufen 71 Yards und war maßgeblich am Sieg beteiligt.

Die Panthers hingegen hatten im letzten Spielzug noch die Chance aufs Comeback, allerdings war der Passversuch von Quarterback Shea Patterson incomplete. Doch fehlende Ball-Security kennzeichnete Michigans Spiel - ganze neun Fumbles standen am Ende zu Buche.

Bei den Panthers stand ein bekanntes Gesicht aus der NFL an der Seitenlinie. Jeff Fisher, ehemaliger Coach bei den Tennessee Titans und den St. Louis/Los Angeles Rams, konnte allerdings auch nichts an der Niederlage seines Teams ändern. Paxton Lynch, ehemaliger Erstrundenpick der Denver Broncos, bekam zwischenzeitlich auch ein paar Snaps für Michigan. Der Quarterback brachte allerdings nur zwei seiner fünf Passversuche für insgesamt 1 Yard Raumgewinn an und warf eine haarsträubende Interception.

Stars unterliegen den Breakers

Im zweiten Sonntags-Spiel mussten sich die Philadelphia Stars den New Orleans Breakers mit 17:23 geschlagen geben. Prägende Figur war von Beginn an New Orleans' Edge Rusher Davin Bellamy, der allein im ersten Quarter drei Mal den gegnerischen Quarterback sackte.

Insgesamt kam die Breakers Defense auf sechs Sacks. Dennoch war es lange Zeit eine ausgeglichene Angelegenheit und auch die Stars hatten etwas mitzureden. Im dritten Quarter stand es 17:17. Doch die Breakers kamen im vierten Quarter doch noch zum Touchdown und sorgten dafür, dass alle drei Spiele an ein Team aus der South Division gingen.

Unwetter sorgt für Spielabsage

Eigentlich sollte am Sonntag auch noch das vierte Spiel stattfinden. Die Partie zwischen den Tampa Bay Bandits und den Pittsburgh Maulers musste aufgrund des schlechten Wetters in Birmingham jedoch auf Montagabend verschoben werden. Mal sehen, ob dann auch das vierte Spiel mit höchstens sechs Punkten Differenz entschieden wird.

Das Wetter hatte auch Auswirkungen auf die Zuschauer vor Ort. Wurde das Eröffnungsspiel zwischen den Stallions und den Generals noch vor fast ausverkauftem Haus ausgetragen, fanden die Spiele am Sonntag nahezu vor leeren Rängen statt. Durch das schlechte Wetter und die darausfolgenden Spielverschiebungen schafften es wohl einige Fans nicht ins Protective Stadium.

Über 3 Millionen sehen USFL-Season-Opener

Nichtsdestotrotz sahen laut Angaben von "FOX" und "NBC" rund drei Millionen US-Amerikaner das Spiel am Samstagabend. Eine beachtliche Quote, wenn man bedenkt, dass es sich bei der USFL um eine neue Liga und um "Spring-Football", also nicht die NFL handelt.

Den Millionen von Zuschauern dürften bei der Übertragung neben den spannenden Spielen auch die neuen Kamera-Techniken aufgefallen sein. Die USFL nutzt unter anderem Drohnen, die mit Kameras ausgestattet sind, um noch näher an das Spielgeschehen heranzukommen.

Stellt sich nur die Frage, wann es soweit ist, bis die erste Drohne von einem Ball getroffen wird oder beim Rundum-Flug einen Spieler erwischt.

Gelungenes Comeback für USFL

Neben den Drohnen-Kameras hat die USFL allerdings auch Kameras an den Helmen mancher Spieler montiert: Durch die sogenannten "Helmet-Cams" sehen die Zuschauer das Geschehen aus der Perspektive der Spieler.

Insgesamt war es also ein gelungener Saison-Auftakt der USFL mit spannenden Spielen, vielen Zuschauern und neuen Techniken. Einzig das Wetter wollte nicht so recht mitspielen.

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