Zukünftig sollen strengere Kriterien bei Kämpfen gelten - Bildquelle: AFPGETTY IMAGES SIDMARK BROWNZukünftig sollen strengere Kriterien bei Kämpfen gelten © AFPGETTY IMAGES SIDMARK BROWN

Köln (SID) - Nach dem Skandal um Manipulationen bei den olympischen Box-Wettbewerben in Rio de Janeiro hat der Weltverband AIBA strengere Kriterien zur Auswahl der Kampfrichter eingeführt. In Zukunft werde unter anderem kein Teilauswahlprozess "dem Ermessen einer einzelnen Person überlassen", teilte die AIBA am Montag mit.

Zusätzliche Überprüfungen des "Bewerberhintergrundes" sollen vom Team von Richard McLaren durchgeführt werden. Zuletzt hatte eine unabhängige Untersuchungskommission unter der Leitung des kanadischen Sportrechtlers mehr als zehn Fälle von Manipulationen bei den Sommerspielen 2016 bestätigt. Damals war es in Brasilien wegen mehrerer skandalöser Entscheidungen der Ring- und Punktrichter zu Protesten gekommen.

Die AIBA, die nach zahlreichen Skandalen das olympische Turnier in Tokio nicht ausrichten durfte, hatte in einer Reaktion auf den McLaren-Bericht versprochen, die Empfehlungen der Kommission zu befolgen und juristische Schritte zu prüfen. Dem Amateurboxen droht bereits für die Spiele 2024 in Paris das Aus.

Vor den anstehenden Weltmeisterschaften in Belgrad (26. Oktober bis 6. November) wird es für Wettbewerbsfunktionäre eine Weiterbildung geben, dabei soll es laut AIBA auch um verbesserte Ethik- und Verhaltensbestimmungen gehen.

"Wir sind es unseren Athleten schuldig, alles in unserer Macht stehende zu tun, um für faire Bedingungen zu sorgen, unter denen sie die Ergebnisse jahrelangen Trainings demonstrieren können", sagte AIBA-Generalsekretär Istvan Kovacs: "Ihre Aufgabe ist es, im Ring zu kämpfen, unsere Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass fair beurteilt und bewertet wird."

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