München – Gute elf Minuten saß Julian Nagelsmann auf dem Podium im Mediencenter an der Säbener Straße, da schaltete er in den Angriffsmodus: "Ich will jetzt nicht sagen, da werde ich aggressiv, aber so ein bisschen kribbelt's in mir bei der Frage…"

Der Grund für das innere Feuer im Bayern-Trainer war die Frage von ran, welche Verhaltensregeln er seinen Spielern vor dem Weihnachtsurlaub mit auf den Weg gegeben habe. Stichwort: Corona.

Nagelsmann: "Ich bin kein Erzieher!"

"Ich bin kein Kindergärtner, da geht's mal los! Stopp, ich bin kein Erzieher, sondern ich bin Fußballtrainer. Wir haben Spieler in einem mündigen Alter, die eine gewissen Eigenverantwortung haben", sagte Nagelsmann und holte weiter aus.

Man habe den Spielern die gleichen Hinweise gegeben, wie in den letzten zwei Jahren. Man könne einem Arbeitnehmer nicht den Urlaub verbieten. Familienbesuche und psychische Erholung seien nun mal wichtig.

Nagelsmanns Botschaft: Die Häufung der Corona-Fälle beim FC Bayern rührt nicht daher, dass die Münchner Spieler besonders sorglos sind.

Zahlreiche Corona-Fälle nicht erklärbar

"Warum wir jetzt mehr Infizierte haben als andere Klubs, kann ich Ihnen nicht sagen", ergänzte Nagelsmann und fügte scherzhaft an: "Ich weiß, dass wir die Stäbchen relativ weit reinrammen."

Dabei wollte der 34-Jährige nicht unerwähnt lassen, dass man bei anderen Klubs nicht mit PCR-, sondern nur mit Schnelltests arbeite, die – so Nagelsmann – deutlich unsensibler seien.

Nagelsmann wird zum "Aggressive Coach"

Nagelsmann wollte - das konnte man spüren obwohl die Pressekonferenz nur digital stattfand - einige Dinge klarstellen. Er wurde grundsätzlich. Nicht aggressiv, aber durchaus offensiv:

"Meine Aufgabe ist es nicht, irgendwelche Statuten zu lesen und Dinge mit der DFL zu diskutieren, sondern mich um die Mannschaft zu kümmern."

"Da geht es um die Gesundheit der Spieler und nicht darum, ob ich ein Spiel mache oder nicht. Mir geht es nicht darum, irgendwie rumzuheulen!"

"Ich bereite die Mannschaft so vor, dass wir spielen morgen. Weil das mein Job und meine Aufgabe ist. Alles, was ich nicht beeinflussen kann, interessiert mich auch nicht."

Dass ein verletzter Spieler wie Leon Goretzka, dessen aktuelle Situation Nagelsmann als "untragbar" bezeichnete, laut DFL-Spielordnung als "spielberechtigt" gilt, ärgert den 34-Jährigen besonders und er empfahl den Funktionären, "die ein oder andere Tagungsminute zu investieren", um eine solche Regeln zu überdenken.

Analog zum einstigen "Aggressive Leader" des FC Bayern, Mark van Bommel, schien Nagelsmann an diesem frühen Donnerstagnachmittag gefühlt einen neuen Job erfunden zu haben: der des "Aggressive Coaches".

Gladbach muss die Bayern trotz allem fürchten

Bei all den wohldosierten Angriffen und Spitzen, nahm Nagelsmann auch immer wieder schmunzelnd die Medien – und hier vor allem die "Bild-Zeitung" ins Visier.

Über die Vermutung in einem ran-Bericht, der Bayern-Trainer habe am Mittwoch nicht hinter dem grauen Vorhang auf Platz 1 trainieren lassen, um plakativ zu zeigen, dass er nur über einen dezimierten Kader verfüge, ärgerte sich Nagelsmann offenbar besonders.

"Das könnt ihr nicht ernst meinen, oder? […] Unabhängig davon, muss ich der Welt nicht zeigen, wie wenig Spieler ich habe. Das habe ich nicht nötig", sagte der Bayern-Trainer und kanalisierte seine feurige Grundstimmung gegen Ende der Pressekonferenz in eine Kampfansage an Borussia Mönchengladbach. Die Fohlen hatten den FC Bayern schließlich noch Ende Oktober mit 0:5 gedemütigt und aus dem Pokal geworfen.

"Es gibt Revanche-Gedanken… scheiß' auf die Umstände", ließ Nagelsmann eine weitere Spruch-Rakete fliegen und gab damit die Marschroute vor: Seine Mannschaft – wie auch immer sie aussehen wird – soll gegen Gladbach genauso engagiert auftreten wie ihr Trainer bei dieser Pressekonferenz.  

Von der Säbener Straße in München berichtet Stefan Kumberger

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Nächste Bundesliga-Spiele: Wer ist Favorit?

Relegation 2022: Wann findet die Relegation statt - wo wird sie übertragen?

Den Abschluss im Profi-Fußball macht die Relegation. 1., 2. und 3. Liga kämpfen um die letzten Plätze. Die Bundesliga-Relegation findet am 19. und am 23. Mai statt. Die Relegation um die 2. Liga startet am 20. Mai - die Entscheidung fällt am 24. Mai. Alle vier Spiele werden live im Free-TV bei SAT.1 gezeigt und im kostenlosen Livestream auf ran.de.


Wer überträgt die Bundesliga live?

Die Bundesliga-Rechte sind aufgeteilt. Im Free-TV werden die Spiele in SAT.1 übertragen - dort laufen dann insgesamt neun Spiele im Free-TV. Die Samstagsspiele gibt es beim Pay-TV-Sender Sky. Der Streamingdienst DAZN überträgt alle Freitags- und Sonntagsspiele.


Wo ist die Bundesliga 2021/2022 live zu sehen?

Für die Bundesliga-Saison 2021/22 wurden die Rechte neu vergeben. SAT.1 hat sich die Free-TV-Rechte für neun Livespiele gesichert und zeigt unter anderem die Relegationsspiele. Die Bundesligakonferenz, sowie die Einzelspiele am Samstag werden weiterhin bei "Sky" zu sehen sein. "DAZN" überträgt dagegen alle Freitags- und Sonntagsspiele der Bundesliga. Montagsspiele wird es ab der Saison nicht mehr geben.


Wo sehe ich welche Spiele der Bundesliga live im TV, Livestream, Free TV, und Web?

Der Bezahl-TV-Sender Sky und der Internet Streamingdienst DAZN teilen sich die Übertragunsrechte an der Live Übertragung der Bundesliga 2021/2021. Sky darf ab dieser Saison aber nur noch die Samstags Spiele live übertragen. Zudem überträgt SAT.1 insgesamt neun Spiele mit Free-TV - inklusive der Relegationsspiele um die Bundesliga und der 2. Liga.
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DFL Supercup 2022 live auf SAT.1 und ran.de
Am 30. Juli wartet das erste Highlight nach der Sommerpause auf die Fußballfans! Der Deutsche Meister Bayern München trifft im DFL-Supercup 2022 auf den DFB-Pokalsieger RB Leipzig. Das Finale steigt in der Leipziger Red Bull Arena, der Anpfiff erfolgt um 20:30 Uhr. Das Spiel wird live im Free TV bei SAT.1 übertragen. Mehr INFOS...

Auch in der Saison 2022/23 zeigt ran insgesamt neun Partien der Bundesliga und 2. Bundesliga live in SAT.1 und im Livestream. Alle Tore, Ergebnisse und Tabellen gibt es auf ran.de in Echtzeit. Neben der Konferenz aller Spiele sind auch ausgewählte Einzelspiele im ran.de Liveticker abrufbar.

Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
11. FC Köln1. FC KölnKölnKOE00000:000
11. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU00000:000
11. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0500000:000
11899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG00000:000
1Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB0400000:000
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB00000:000
1Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG00000:000
1Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB00000:000
1Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE00000:000
1FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA00000:000
1FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0400000:000
1Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC00000:000
1RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL00000:000
1SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF00000:000
1VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB00000:000
1VfL BochumVfL BochumBochumBOC00000:000
1VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB00000:000
1Werder BremenWerder BremenWerderSVW00000:000
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