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Köln - Die UEFA hat nach dem Verhalten eines Teils der Fenerbahce-Fans im Zweitrundenduell der Champions-League-Qualifikation gegen Dynamo Kiew eine Untersuchung hinsichtlich eines "angeblichen Fehlverhaltens von Fenerbahce-Anhängern" angekündigt. Zudem distanzierte sich auch der türkische Klub in einem offiziellen Statement von dem Verhalten, das "nicht die Werte und die Haltung unseres Vereins widerspiegelt". Die Anhänger des Klubs aus Istanbul hatten bei der 1:2-Niederlage nach Verlängerung laut Berichten den Namen des russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin skandiert.

Im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde zog Dynamo am Mittwochabend bei Fenerbahce Istanbul durch einen 2:1-Erfolg nach Verlängerung in die dritte Runde ein. Der ukrainische Nationalspieler Oleksandr Karawajew (114.) erzielte den entscheidenden Treffer für Kiew, das ab dem 2. August um einen Platz in den Play-offs kämpfen darf. Das Hinspiel im polnischen Lodz war torlos geblieben. Für Kiew waren es die ersten Pflichtspiele seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar.

Ukrainischer Botschafter "sehr traurig" ob der "Putin"-Rufe

Kurz nach dem Führungstreffer waren von den Rängen "Putin"-Rufe zu vernehmen, Kiew-Coach Mircea Lucescu bezeichnete diese laut der ukrainischen Zeitung "Fanatik" im Anschluss an die Begegnung als "unerwartet" und "bedauerlich" und blieb türkischen Medien zufolge auch der Pressekonferenz fern.

Der ukrainische Botschafter in der Türkei, Wasyl Bodnar, äußerte sich im Anschluss. "Fußball ist ein faires Spiel. Dynamo Kiew war gestern Abend stärker. Es ist sehr traurig, von den Fenerbahce-Fans unterstützende Worte für den Mörder und Aggressor zu hören, der unser Land bombardiert", schrieb Bodnar bei "Twitter". 

Er sei den freundlichen türkischen Menschen "dankbar für die Unterstützung der Ukraine und ihre Kommentare zu den unangemessenen Aktionen der Fans", fügte Bodnar hinzu.

Dynamo Kiew: Spielbetrieb in der Ukraine soll Ende August wieder starten

Kiew hatte sich seit Kriegsbeginn und dem damit verbundenen Abbruch der Liga mit einigen Test- und Benefizspielen - wie beispielsweise im April bei Borussia Dortmund oder vor rund zwei Wochen gegen Olympique Lyon - fitgehalten.

Die Pflichtspiel-Premiere gilt als der Anfang des Wiederbeginns im ukrainischen Fußball. Plänen zufolge soll die Liga trotz der anhaltenden Kriegsattacken am 23. August wieder starten.

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