Jürgen Klopp hat mit Personalengpässen zu kämpfen - Bildquelle: AFPSIDPETER BYRNEJürgen Klopp hat mit Personalengpässen zu kämpfen © AFPSIDPETER BYRNE

Liverpool (SID) - Jürgen Klopp konnte sich über den zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel der Champions League mit einem ganz besonderen Meilenstein nicht wirklich freuen. Die Verletzung von Defensivspieler Fabinho war für den Teammanager des FC Liverpool nach dem zähen 2:0 (0:0) gegen den FC Midtjylland mehr als nur ein Wermutstropfen. Daran änderte auch das 10.000 Tor der Klubgeschichte nichts.

"Das ist ein echter Schlag und sicher nicht cool. Das ist das Letzte, was wir brauchen", sagte Klopp über die Muskelverletzung des Brasilianers: "Wir haben so ziemlich den letzten Aufrechten da hinten verloren."

Klopp fehlt Abwehrchef Virgil van Dijk nach dessen schwerer Knieverletzung langfristig, auch Joel Matip ist aktuell nicht einsatzbereit. Zwar könnte der Ex-Schalker am Samstag (18.30 Uhr/Sky) in der Premier League gegen West Ham United möglicherweise wieder mitwirken, gegen die Dänen sah sich Klopp aber gezwungen, den 19-Jährigen Rhys Williams einzuwechseln.

Wie lange Fabinho ausfällt, war zunächst unklar. "Eine Woche bedeutet heutzutage: drei Spiele. 14 Tage heißt: sieben Spiele", sagte Klopp mit Blick auf den engen Terminkalender. Kein Wunder, dass Liverpool mal wieder mit Bayern Münchens Abwehrchef David Alaba und dem Leipziger Dayot Upamecano in Verbindung gebracht wird.

Dass der Führungstreffer von Diogo Jota Liverpools 10.000 Tor seit der Premiere von Jock Smith im September 1892 war, geriet da zur Randnotiz. "Es ist ein bisschen wie in einer Ehe", sagte Klopp über die Lage: "Es gibt gute und schlechte Zeiten. Das ist keine schlechte Zeit, aber eine knifflige. Wir müssen zu 100 Prozent zusammenstehen und noch härter kämpfen - so wie es die Jungs heute getan haben."