Italien verpasste die WM-Qualifikation nach einer Pleite in den Playoffs geg... - Bildquelle: 2022 Getty ImagesItalien verpasste die WM-Qualifikation nach einer Pleite in den Playoffs gegen Nordmazedonien © 2022 Getty Images

München - Die italienische Nationalmannschaft hat die sportliche Qualifikation für die WM-Endrunde 2022 in Katar verpasst. Die "Squadra Azzurra" verlor im Halbfinale der Playoffs überraschend mit 0:1 gegen Nordmazedonien. 

Dennoch gibt es offensichtlich noch Hoffnung in Italien, am Grünen Tisch ein WM-Ticket zu ergattern. Diese Hoffnung nährte kürzlich noch einmal Franco Chimenti, ein Ex-Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees Italiens. "Es gibt immer noch eine Chance, Italien bei der Weltmeisterschaft zu sehen, und sie ist viel konkreter, als die Leute glauben", sagte Chimenti dem Radiosender "GR Parlamento". Der Funktionär begründet Italiens WM-Hoffnung so: "Ecuador hat bei den Qualifikationsspielen einen Spieler eingesetzt, der nicht auf dem Spielfeld sein durfte und könnte nun dafür bestraft werden."

Ecuador setzte wohl Spieler mit gefälschten Dokumenten ein

Der Weltverband FIFA hat bereits angekündigt, den Fall um den Ecuadorianer Byron Castillo, der laut Anschuldigungen von Gegner Chile mit gefälschten Dokumenten spielte, zu prüfen. Castillo soll bezüglich seines Geburtsortes und auch seines Alters falsche Angaben gemacht haben. Der konkrete Vorwurf: Castillo sei nicht in Ecuador, sondern in Kolumbien auf die Welt gekommen und zudem auch noch drei Jahre älter, als es seine offiziellen Dokumente ausweisen. 

Wie die italienische Zeitung "La Republicca" berichtet, habe die FIFA im Umgang mit dem Fall um Castillo zwei Möglichkeiten, sollte sich der Vorwurf der falschen Angaben tatsächlich bestätigen. Entweder werden Ecuador die Punkte aus den WM-Qualifikationsspielen aberkannt, in denen Castillo zum Einsatz kam. Dann würde Chile profitieren und in der Tabelle der Südamerika-Qualifikation vor Ecuador rücken, somit bei der WM-Endrunde in Katar teilnehmen. 

FIFA-Boss Infantino: "Bleiben Sie bitte ernst"

Alternativ wäre es aber auch möglich, dass Ecuador ausgeschlossen wird und Italien den damit freiwerdenden Platz bei der WM-Endrunde in Katar einnimmt. Darauf beruhen auch die Hoffnungen Chimentis.

"Die FIFA-Regeln besagen, dass das Land mit der höchsten Position in der Fifa-Rangliste nachrücken muss, und das ist derzeit Italien", argumentiert der Funktionär. FIFA-Boss Gianni Infantino wollte zuletzt aber von einem möglichen Nachrücken Italiens noch nichts wissen. "Bleiben Sie bitte ernst", meinte er zu dieser Causa bei einem Besuch in Florenz. 

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