Toyota-Pilot Tim Heinemann steht vor seinem zweiten Titel in der DTM Trophy - Bildquelle: DTMToyota-Pilot Tim Heinemann steht vor seinem zweiten Titel in der DTM Trophy © DTM

Die Entscheidung im Meisterschaftskampf und das bislang größte Starterfeld überhaupt: Die DTM Trophy schreibt beim Saisonfinale 2022 in Hockenheim gleich zwei ganz große Geschichten.

Im Titelkampf sieht alles danach aus, als könnte sich Tim Heinemann zum zweiten Mal in drei Jahren die Krone in der höchsten Nachwuchsserie der DTM-Plattform aufsetzen. Der Toyota-Pilot geht mit einem satten Vorsprung von 50 Punkten auf seinen einzig verbliebenen Verfolger, BMW-Fahrer Colin Caresani, ins Wochenende.

Die Rechnung für Heinemann ist simpel: Ein Top-6-Ergebnis aus den beiden Rennen reicht, um den Sack endgültig zuzumachen. Doch der 23-Jährige ist vorgewarnt: "Man hat in dieser Saison bereits gesehen, wie schnell so ein Vorsprung weg ist." Den Grundstein für seine komfortable Ausgangslage legte Heinemann am Nürburgring und in Spa-Francorchamps.

Heinemann oder Caresani: Wer macht das Rennen?

Drei dieser vier Rennen gewann der Toyota-Pilot, während sich Caresani mit den Plätzen vier, zehn, sieben und 13 begnügen musste. Vor dem Nürburgring-Event führte Caresani die Gesamtwertung noch an. "Für mein erklärtes Ziel, 2023 in der DTM zu fahren, wäre der zweite Titel ein wichtiger Schritt", so Heinemann. "Dafür gebe ich alles."

Caresani hat noch nicht aufgegeben: "Die Uhr bleibt nicht stehen, und ich muss mich auf das Finale in Hockenheim vorbereiten. Schließlich gibt es noch Rennen zu gewinnen, und wir werden immer unser Bestes geben, egal wie die vergangenen Rennen gelaufen sind."

Die Konkurrenz auf der Strecke ist für Heinemann und Caresani größer als sonst: Insgesamt 24 GT4-Rennwagen wurden für das finale Rennwochenende der DTM Trophy 2022 in Hockenheim gemeldet. Das Selleslagh Racing Team setzt einen zweiten Mercedes-AMG GT4 ein, der vom lange verletzten Amerikaner JP Southern gesteuert wird.

Hockenheim sieht Rekordstarterfeld in der DTM Trophy

Darüber hinaus kehrt auch die CV Performance Group, im Vorjahr noch knapp im Titelkampf gescheitert, mit gleich drei Mercedes-AMG GT4 zurück. RTR Projects sorgt dafür, dass in dieser Saison erstmals ein KTM X-Bow GT4 mit von der Partie ist, während Allied-Racing zwei Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport an den Start bringt.

"Ein so großes Starterfeld mit 24 Autos von sieben Marken ist ein starkes Signal für den Moment und die Zukunft der DTM Trophy", sagt Martin Tomczyk, Representative Brands & Sport der DTM-Dachorganisation ITR. "Auch in der dritten Saison haben sich tolle Talente mit großartigen Leistungen auf unserer DTM-Plattform präsentiert."

Die beiden abschließenden Läufe zur DTM Trophy 2022 starten am Samstag und Sonntag jeweils um 15:15 Uhr. ServusTV überträgt die Rennen live im Fernsehen, zudem gibt es Livestreams auf ServusTV On, DTM TV und dem offiziellen YouTube-Kanal der DTM.