Die Formel E möchte die Kosten in der Serie im Griff behalten und wird desha... - Bildquelle: Motorsport ImagesDie Formel E möchte die Kosten in der Serie im Griff behalten und wird deshalb ab der Saison 2022/23 auf eine Kostenobergrenze setzen. © Motorsport Images

München - Die Formel E hat eine Budgetobergrenze für Hersteller und Teams ab der Saison 2022/23 beschlossen, um die Ausgaben der Rennställe zu deckeln. Laut Serien-Geschäftsführer Jamie Reigle ist die Eindämmung der Kosten ein Kernthema für die Serie, die die Ausgaben in Zukunft nicht ausufern lassen möchte. So soll die Weltmeisterschaft nach den Ausstiegen von Mercedes, Audi und BMW stabilisiert werden.

Die neuen Regeln wird ab dem 1. Oktober 2022 in Kraft treten und damit die komplette Gen3-Ära abdecken. Die Hersteller haben bereits mit der Entwicklung der neuen 470 Pferdestärken starken Elektromotoren begonnen. Zwischen den Jahren 2022 bis 2024 dürfen die Teams 13 Millionen Euro pro Saison ausgeben, jedoch gibt es einige Ausnahmen, um vertragliche Verpflichtungen zu erfüllen.

In der Saison 2024/25 wird die Kostenobergrenze auf 15 Millionen Euro angehoben. Außerdem werden dann auch die Fahrergehälter eingerechnet, damit junge Talente eine größere Chance bekommen, sich in der elektrischen Formelserie zu beweisen. Des Weiteren fließen zudem die Kosten der Entwicklung einer Evolutionsstufe des neuen Gen3-Autos ins Budget mit ein.

Die Hersteller von Antriebssträngen müssen mit einem Limit von 25 Millionen Euro über zwei aufeinanderfolgende Saisons auskommen, um Forschung, Entwicklung sowie Fertigungsaktivitäten und laufende Dienstleistungen zur Unterstützung von Formel-E-Kundenteams abzudecken. Aktuell wird davon ausgegangen, dass die Topmarken mit einem Budget von rund 40 Millionen Euro arbeiten.

Der Weltmotorsportrat des Automobil-Weltverbandes (FIA) hat die Änderungen am 15. Dezember 2022 bereits offiziell bestätigt. Mit der neuen Kostenobergrenze sollen die Formel-E-Teams und -Hersteller langfristig und nachhaltig arbeiten können. Außerdem war die Sicherstellung eines fairen sportlichen Wettbewerbs ein Grund für die Einführung der Budgetgrenze.

"Wir haben in Zusammenarbeit mit der FIA einen Rahmen geschaffen, der den langfristigen finanziellen Erfolg in den Mittelpunkt der Meisterschaft stellt, der unsere bestehenden Teams und Hersteller unterstützt und der gleichzeitig neue Wettbewerber und Investitionen anlockt", sagt Reigle über die neue Budgetobergrenze in der Formel E.

Die Ausgaben werden von der FIA, also ihrer Abteilung für Budgetobergrenzen, überwacht, die alle mutmaßlichen Verstöße untersuchen wird.

Im Rahmen des Weltmotorsportrats wurden weitere kleine Änderungen in der Weltmeisterschaft bekanntgegeben: Das neue Qualifyingformat wird statt zehn ganze zwölf Minuten lang gehen. Bonuspunkte gehen nicht mehr an den Fahrer mit der schnellsten Runde im Qualifying, sondern an den Polesitter. Er bekommt drei Zähler gutgeschrieben.

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