Der erste Polesetter in der Gen3-Ära der Formel E steht fest. Lucas di Grassi in Diensten des Mahindra-Teams wird die Ehre zuteil, nachdem er am Samstag im Qualifying zum Formel-E-Saisonauftakt 2023 in Mexiko die Bestzeit gefahren hat (das Rennen um 20:30 Uhr live auf ProSieben und im Stream).

Im finalen Qualifying-Duell auf der Formel-E-Variante des Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexiko-Stadt fuhr di Grassi eine Rundenzeit von 1:13.575 Minuten. Das ist im frühen Entwicklungsstadium der Gen3-Autos zwar deutlich langsamer als die Bestmarke aus der Gen2-Ära. Die zumindest statistisch nicht ganz unwichtige erste Pole des neuen Formel-E-Zeitalters aber geht auf das Konto von di Grassi und Mahindra.

Und wie fällt der Zeitenvergleich zur Gen2-Ära konkret aus? Nun, der Formel-E-Rekord in Mexiko-Stadt wurde im vergangenen Jahr auf identischem Streckenlayout von Porsche-Pilot Pascal Wehrlein mit 1:07.035 Minuten aufgestellt. Auf diese Marke fehlten im ersten Qualifying mit den leistungsstärkeren Gen3-Autos noch satte 6,5 Sekunden.

Neben Polesetter di Grassi startet Jake Dennis (Andretti) beim Saisonauftakt 2023 aus der ersten Reihe. Er leistete sich auf seiner Runde im Finalduell des Qualifyings einen Fahrfehler in der Haarnadelkurve.

Im Halbfinale hatte sich Dennis gegen Formel-E-Debütant Jake Hughes (McLaren) durchgesetzt, während Ex-Champion di Grassi keine Mühe hatte mit Andretti-Pilot Andre Lotterer. Der Deutsche hatte wie sein Teamkollege Dennis wenige Minuten später ebenfalls einen Fahrfehler drin, ebenfalls in der Haarnadel.

Hughes und Lotterer gehen somit aus der zweiten Startreihe ins Rennen. Die Startreihen drei und vier werden gebildet von den vier Fahrern, die im Viertelfinale ausgeschieden sind: Dan Ticktum (NIO), Vorjahressieger Pascal Wehrlein (Porsche), Ex-Champion Sebastien Buemi (Envision) sowie Sacha Fenestraz (Nissan), der neben Hughes der zweite Rookie im diesjährigen Formel-E-Feld ist.

Vandoorne, Vergne, Günther & Co. scheitern in Gruppenphase

Schon in der Gruppenphase des Qualifyings scheiterten unter anderem die beiden DS-Penske-Piloten, nämlich der aktuelle Formel-E-Champion Stoffel Vandoorne und auch Teamkollege Jean-Eric Vergne, der im 1. Freien Training am Freitag der Schnellste gewesen war.

Auch Porsche-Pilot Antonio Felix da Costa sowie unter anderem Rene Rast (McLaren) und Maximilian Günther (Maserati) kamen nicht ins Viertelfinale des Qualifyings. Während Felix da Costa den Einzug um gerade mal 0,002 Sekunden verpasst hat, lag Günther deutlich zurück. Der Maserati-Pilot, der die Dezember-Testfahrten in Valencia dominiert hatte, geht beim Saisonauftakt nur aus der neunten von elf Startreihen ins Rennen.

Der Start zum E-Prix von Mexiko in Mexiko-Stadt erfolgt in mitteleuropäische Zeit umgerechnet um 21:00 Uhr MEZ.