Die Gen2-Autos werden in der Saison 2022/23 von der Gen3 abgelöst. - Bildquelle: Motorsport ImagesDie Gen2-Autos werden in der Saison 2022/23 von der Gen3 abgelöst. © Motorsport Images

München - Die neuen Gen3-Autos werden in der Formel-E-Saison 2022/23 die neue Ära im elektrischen Formelsport einläuten. In der ersten Saison sollen Boxenstopps wieder zurückkehren, bei denen die Autos mit Schnell-Ladesäulen mit Energie versorgt werden. So soll die fünfprozentige Kapazitätsminderung bei den Batterien kompensiert werden. Formel-E-Chef Alberto Longo sieht die neuen Boliden als "Gamechanger" an.

Dazu kommt, dass die Autos mit den kleineren Batterien 120 Kilogramm leichter werden sollen. In Sachen Leistung geht es nach oben: Im Vergleich zu den Gen2-Autos wird es eine Leistungssteigerung von 270 Pferdestärken auf 470 Pferdestärken geben. Longo sagt: "Schnelles Laden und mehr Teile, die für die Serienproduktion relevant sind, das sind die Schlüsselfaktoren der Gen3-Autos."

"Gen3-Auto nicht nur sportlich ein großer Schritt"

"Wir wollen sicherstellen, dass die Formel E für Marken und Teams attraktiv ist. Hoffentlich schaffen das die Regeln. Das Gen3-Auto wird sowohl sportlich als auch im Bereich des Technologietransfers ein großer Schritt nach vorne sein", ist sich Longo sicher.

Das Ziel der neuen Formel-E-Regeln ist laut Longo, "den effizientesten Antriebsstrang" zu konstruieren. Außerdem geht es darum, die Kenntnisse aus der elektrischen Weltmeisterschaft direkt in die Entwicklung und Konstruktion von Serienautos einfließen zu lassen. Marketing und Promotion sind laut des Formel-E-Chefs nur sekundäre Ziele der Serie.

"Formel E muss relevant für die Straße bleiben"

"Die Formel E muss relevant für die Straße bleiben", stellt er klar: "Natürlich muss sie gleichzeitig einen Wettbewerb bieten und erschwinglich sein. Das stellen wir bei der Gen3-Evolution mit einer Budgetobergrenze sicher. Der Fokus der Entwicklung liegt auf der Effizienz des Antriebsstranges. Die kann dann direkt in die Straßenautos von Morgen transferiert werden."

Longo ist sich sicher, dass die Hersteller in der Formel E an den Start gehen, um ihre neusten Technologien auf höchstem Level zu testen. Obwohl das Marketing untergeordnet wird, steht bei der Formel E die Verbreitung der E-Mobilität und der E-Innovation im Fokus. Außerdem sei die Formel E, so Longo, ein Vorreiter für andere Meisterschaften, da sie als erste Serie Netto-Null-Emissionen erreicht hat.

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