Fans können diesmal nicht dabei sein. - Bildquelle: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel ### free of charge for press purpose only. If you need pictures for other purposFans können diesmal nicht dabei sein. © Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel ### free of charge for press purpose only. If you need pictures for other purpos

München - Die Rechnung ist relativ simpel.

180 Punkte sind beim Formel-E-Saisonfinale in Berlin noch zu holen, inklusive der Zähler für die schnellste Zeit im Qualifying, die Pole-Position und die schnellste Rennrunde.

Warum? Weil die Elektrorennserie ein Sixpack in der deutschen Hauptstadt austrägt, aufgeteilt in drei Double-Header am 5. und 6., 8. und 9. sowie am 12. und 13. August. Gefahren wird dabei auf drei verschiedenen Streckenlayouts. 

Im Titelkampf ist alles offen

Bedeutet konkret: Bei gerade einmal 38 Punkten, die zwischen dem Spitzenreiter und dem Zehntplatzierten liegen, ist alles offen. Heißt: Die Rechnung mag simpel sein, eng wird es trotzdem zugehen.

Aus deutscher Sicht hat BMW-Pilot Maximilian Günther gute Karten, er ist mit 44 Punkten Gesamtvierter und hat 23 Zähler Rückstand auf den Führenden Antonio Felix da Costa (DS Techeetah). Zweitbester Deutscher ist Andre Lotterer (25 Punkte/Porsche) auf Rang 12.

Vieles wird anders sein, wenn sich die Formel E nach fünf Monaten Pause zum Showdown der sechsten Saison trifft: Ein strenges Hygienekonzept muss eingehalten werden, die Anzahl der Teammitglieder ist stark reduziert, Fans oder Sponsoren dürfen nicht auf das Rollfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof im Süden der deutschen Hauptstadt, Pressekonferenzen werden virtuell abgehalten, die Podiumszeremonie wird auf ein Minimum reduziert.

Hinzu kommt: Personell hat sich einiges getan, das Fahrerkarussell hat sich in der Pause schnell gedreht. Pascal Wehrlein verkündete überraschend sein Aus bei Mahindra, er wird durch Alex Lynn ersetzt.

Bei Dragon ging Brendon Hartley, für den früheren Formel-1-Fahrer rückt der Brasilianer Sergio Sette Camara, bislang Testfahrer, ins Cockpit.

Abt-Aus sorgt für Wirbel

Ein Wechsel hat für den wohl größten Wirbel gesorgt: Audi trennte sich nach einem eSports-Skandal von Daniel Abt, der seit der Saison dabei ist. Doch Abt kommt wieder unter: Er heuerte für das Finale beim chinesischen Team NIO 333 an.

Bei Audi wird Abt wird durch Rene Rast ersetzt, denn der DTM-Champion ist nach dem angekündigten Audi-Ausstieg aus der DTM auf der Suche nach einer neuen Beschäftigung für 2021. Dafür absolviert der 33-Jährige im August in 23 Tagen zwölf Rennen in DTM und Formel E.

Alle Informationen zum Saisonstart in der DTM >>

"Das sind zwei absolut verschiedene Welten mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen für einen Rennfahrer. Aber die sechs Formel-E-Rennen so kurz hintereinander sind ja ideal für eine schnelle Lernkurve …", sagte Rast.

Seine Erfahrung in der Elektrorennserie ist übersichtlich. 2016 fuhr er als Gaststarter für ein anderes Team ein einziges Rennen. Entsprechend prall gefüllt waren die vergangenen Wochen für den zweimaligen DTM-Champion.

"Ich habe alles getan, was ich konnte: Neben Testfahrten habe ich stundenlang Daten analysiert, Videos angeschaut und enorm viel Zeit mit den Ingenieuren verbracht", sagt Rast. "Erwartungen für mein Debüt mit Audi sind schwierig zu formulieren, aber eines ist klar: Ich möchte perfekt vorbereitet nach Berlin kommen und ein gutes Ergebnis abliefern."

"Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Reihenfolge am Ende ganz anders aussieht als jetzt", sagt Audi-Teamchef Allan McNish. "Dieses Sixpack in Berlin erinnert mich ein bisschen an den Neustart nach einer Gelbphase im letzten Rennen der Saison, wenn nur noch wenige Runden zu fahren sind."

Titel ist das Ziel

Rasts Teamkollege Lucas di Grassi liegt in Lauerstellung, ist mit 38 Punkten Fünfter. Er sagt: "Wir fahren nach Berlin, um den Titel zu holen – das ist mein klares Ziel."

Berlin war immer ein gutes Pflaster für den mit 31 Podiumsplätzen erfolgreichsten Formel-E-Piloten: Fünfmal stand di Grassi bisher in Deutschlands Hauptstadt auf dem Podium – so oft wie kein anderer Fahrer – und holte dabei im Vorjahr den Sieg. 

Sechs davon im August, und der Titel gehört ihm. In dem Fall wäre die Rechnung tatsächlich simpel.

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