Monaco - Mercedes-Pilot Stoffel Vandoorne hat am Samstag den E-Prix von Monaco, das sechste Rennen der Formel-E-Weltmeisterschaft 2022 gewonnen, und damit seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Der Belgier fuhr mit einer starken Rennpace bei gleichzeitig effizienter Fahrweise von Startplatz vier aus ganz nach vorne und sorgte damit für eine Premiere, denn bisher wurden alle Formel-E-Rennen in Monaco vom Polesetter gewonnen.

Der kam in Person von Jaguar-Pilot Mitch Evans heute nach 30 Runden mit einem Rückstand von 1,285 Sekunden auf Vandoorne als Zweiter ins Ziel. Evans verpasste damit nach seinem Doppelerfolg in Rom einen Sieg-Hattrick. Dritter wurde Jean-Eric Vergne (DS-Techeetah) vor Robin Frijns (Envision) und Antonio Felix da Costa (DS-Techeetah).

Sechster wurde Lucas di Grassi (Venturi) vor Nick Cassidy (Envision). Sebastien Buemi (Nissan-e.dams), der von Startplatz 21 auf Rang acht nach vorne fuhr, Jake Dennis (Andretti) und der amtierende Weltmeister Nyck de Vries (Mercedes) komplettierten die Top 10.

Nullnummer für die deutschen Fahrer

Porsche erlebte in Monaco ein Debakel, weder Pascal Wehrlein noch Andre Lotterer sahen die Zielflagge. Vor allem für Wehrlein war das bitter. Von Platz zwei gestrartet, hatte der Deutsche gegen Rennmitte die Führung übernommen, nachdem er als letzter Fahrer aus der Spitzengruppe den ersten Attack-Mode aktiviert hatte. Kurz darauf verlor sein Auto in Runde 17 den Vortrieb und rollte schließlich am Ende des Tunnels aus.

Zwei Runden später war auch Lotterers Rennen vorzeitig beendet. In der St. Devote-Kurve kollidierte er mit Oliver Rowland (Mahindra), schlug in die Streckenbegrenzung ein und schied aus. Rowland konnte das Rennen ebenfalls nicht fortsetzen.

Auch der dritte deutsche Fahrer Maximilian Günther (Nissan-e.dams) kam nicht ins Ziel. Nach einem guten Rennen fuhr er in der Schlussphase zeitweilig auf Rang sechs. Doch in der letzten Rennrunde ging Günther de Energie aus. Kurz vor der Ziellinie rollte er ohne Vortrieb aus und wurde letztlich auf Rang 17 gewertet.

Vandoore erst zurückhaltend, dann dominant

Derartige Probleme hatte Vandoorne nicht. "Das ist ein tolles Gefühl. Monaco ist ein besonderes Rennen, das jeder Fahrer gewinnen will", sagt der Rennsieger. "Wir wussten, wenn wir anfangs vorne mitschwimmen können, dann haben wir eine Chancen. Wir sind heute geflogen, vielen Dank an das Team."

Nach dem Start fuhr der Belgier lange hinter Evans, Wehrlein und Vergne auf Rang vier und sparte dabei Energie. Diese nutzte er gegen Rennmitte aus, um nach der Aktivierung des ersten Attack-Mode zunächst an Vergne und dann an Evans vorbeizugehen. Der Neuseeländer bekam ausgerechnet nach seiner ersten Aktivierung des ersten Attack-Modes von der Box die Anweisung, Energie zu sparen.

Nach Wehrleins Ausfall und der darauf folgenden Full-Course-Yellow-Phase lag Vandoorne dann gut 3,5 Sekunden vor Evans, "verschenkte" dann aber seinen zweiten Attack-Mode. Kurz nachdem er diesen aktiviert hatte, kam nach dem Unfall von Lotterer das Safety-Car auf die Strecke.

Nächste Station: Double-Header in Berlin

Doch dank seiner starken Pace verteidigte Vandoorne nach dem Neustart die Führung. Die Entscheidung fiel dann, als Evans zum zweiten Mal den Attack-Mode aktivierte, wodurch er von Rang zwei auf vier zurückfiel. Frijns überholte der Neuseeländer zwar schnell, doch an Vergne kam er erst mit einiger Mühe vorbei. Anschließend bleib dem Jaguar-Pilot nicht mehr genug Zeit mit der Zusatzleistung von 30 Kilowatt, um die Lücke zu Vandoorne zu schließen.

Der übernahm mit seinem Sieg auch die Führung in der Meisterschaftswertung. Vandoorne hat mit 81 Punkten sechs Zähler Vorsprung auf Vergne (75). Dicht dahinter folgen Evans (72) und Frijns (71), womit die besten vier des heutigen Rennens auch die Top 4 in der WM-Wertung sind.

Weiter geht es mit der Formel E in zwei Wochen (14. und 15. Mai) mit dem E-Prix von Berlin. Das Deutschland-Gastspiel der Formel E auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof wird als Double-Header mit je einem Rennen am Samstag und am Sonntag ausgetragen.

DTM-Rennaction am Sonntag

Doch Motorsport-Fans müssen nicht so lange warten: Schon am morgigen Sonntag steht das zweite Rennen der DTM in Portimao auf dem Plan - ab 13:00 Uhr live auf ProSieben.

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