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Seoul/München - Normalerweise soll am Wochenende der erste E-Prix in Südkoreas Hauptstadt Seoul starten. Geplant ist ein Double-Header mit je einem Rennen am Samstag und Sonntag (live auf ProSieben und ran.de).

Doch die Stadt plagten tagelang schwere Regenfälle. Obwohl sich die Situation zur Wochenmitte besserte und die Rennvorbereitungen planmäßig liefen, droht weiter eine Absage des Spektakels. 

Nach ran-Informationen hält sich die FIA alle Optionen offen, möchte aber mit einer etwaigen Absage eines Rennens - vor allem am Sonntag, wenn wieder stärkere Regenfälle vorhergesagt sind - so lange wie möglich warten, womöglich bis unmittelbar vor Rennstart.

Das Samstagsrennen (nach dem Stoffel Vandoorne bereits als Weltmeister feststehen könnte) kann voraussichtlich - Stand Freitagmittag MESZ - planmäßig über die Bühne gehen.

Formel E - Regen in Seoul: U-Bahnstationen überflutet, Nahverkehr stillgelegt

Laut Medienberichten verloren bisher neun Menschen ihr Leben, insgesamt seien 16 Personen nach schlimmen Überflutungen tot oder würden vermisst.

Bilder aus Gangnam, einem Stadtteil von Seoul, zeigen das Ausmaß des heftigen Regens. Menschen können kaum stehen, U-Bahnstationen sind überflutet und der Nahverkehr stillgelegt.

"Es wird erwartet, dass die starken Regenfälle tagelang anhalten. Wir müssen in Alarmbereitschaft bleiben und mit aller Kraft reagieren", hatte Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol zu Wochenbeginn gesagt. 

An die 2700 Häuser oder Gebäude wurden rund um Seoul bereits beschädigt. Ungefähr 590 Menschen waren rund um die Hauptstadt gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. 1253 Menschen im Land seien vorübergehend ohne Behausung.

Formel E - Überflutungen in Südkorea: Schlimmster Regen seit 113 Jahren

Es fielen mittlerweile weit mehr als 525 Millimeter Regen. Die höchste Notfallalarmstufe 3 war ausgerufen worden, am Mittwoch normalisierte sich die Lage jedoch und der Katastrophenstatus wurde zurückgenommen.

Die Stadt hatte zuvor 141,5 Millimeter Regen pro Stunde verzeichnet - die höchste Rate seit Beginn der Aufzeichnungen durch die Behörden im Jahr 1907, also seit 113 Jahren. Die ersten Formel-E-Fahrer waren Anfang der Woche bereits vor Ort. "Hoffentlich können wir überhaupt fahren", sagte Envision-Pilot Nick Cassidy.

Titelfavorit Stoffel Vandoorne, der durch bestimmte Szenarien Weltmeister werden kann, war ebenfalls skeptisch: "Das Wetter ist die größte Herausforderung, um ehrlich zu sein. Da kommt definitiv viel Wasser herunter."

Ob das Event wirklich abgesagt wird, hängt davon ab, wie sich der Regen in den nächsten Tagen verhält. Die Strecke, das zeigen Bilder von vor Ort, ist nicht betroffen und inzwischen für das Rennen gerüstet.

Generelle Kritik gibt es daran, den Renntermin in die Regenzeit in Südkorea gelegt zu haben.

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