München - Die DTM-Saison 2023 wird ohne Nick Cassidy stattfinden. Wie der 28-jährige Neuseeländer ran bei den Formel E-Testfahrten in Valencia bestätigte, wird er 2023 nicht mehr an der deutschen Traditionsrennserie an den Start gehen. 

Stattdessen wird er sich voll auf die Formel-E-Saison (13. und 14. Januar live auf ProSieben und im Livestream) konzentrieren. Cassidy geht in seinem vierten Jahr in der WM für Envision Racing an den Start.

Nick Cassidy: "Hatte eine wunderschöne Zeit dort"

Ein Problem: Die Formel-E-WM und die DTM haben 2023 an einem Wochenende im Juni parallel stattfindende Veranstaltungen - während die Formel E in Portland fährt, ist die DTM in Zandvoort unterwegs. "Ich würde gerne in der DTM fahren, wenn es möglich wäre. Ich hatte eine wunderschöne Zeit dort. Aber ich glaube nicht, dass es nächstes Jahr möglich sein wird", sagte Cassidy.

Denn zusätzlich halten sich auch starke Gerüchte, dass sich sein - auch durch Red Bull - unterstütztes AF Corse Ferrari Team ohnehin aus der DTM zurückzieht. Cassidy gewann 2022 zwei DTM-Rennen im Ferrari. 

Dafür hofft Rene Rast auf einen Einsatz in beiden Rennserien. Der dreimalige DTM-Champion fährt in der Formel-E-WM für das neue McLaren-Team - hier hat er auch für alle Rennen der Saison zugesagt. 

Zudem ist Rast auch Werksfahrer bei BMW. Die terminliche Kollision ist für ihn ärgerlich, aber kein finaler Hinderungsgrund.

Rene Rast: Es geht auch mit Nullern

"Wir müssen abwarten, wie es funktioniert. Eine DTM-Saison mit Überschneidung zu fahren, ist mit Sicherheit nicht ideal. Aber wir haben 2022 gesehen, dass viele Fahrer einen Doppel-Nuller hatten - und man trotzdem um den Titel mitfahren kann. Ich schließe nichts aus. Es würde mich natürlich freuen, wenn ich beide Meisterschaften fahren kann. Es ist noch zu früh, um irgendetwas zu bestätigen", sagte Rast zu ran.

Dass es auch mit Nullern geht, hat der aktuelle Champion Sheldon van der Linde 2022 bewiesen: Er blieb 2022 in fünf der 16 Rennen ohne Punkte.