- Bildquelle: 2013 Getty Images © 2013 Getty Images

München - Nelson Piquet droht wegen seiner rassistischen Aussagen gegen Lewis Hamilton in seiner Heimat Brasilien ein juristisches Nachspiel. Drei Parlamentsabgeordnete sollen bereits offiziell Beschwerde vor Gericht eingereicht haben. Der Vorwurf lautet Diskriminierung und Vorverurteilung. Die brasilianische Zeitung "Lance!" berichtet, dass der Sachverhalt noch geprüft werde. Es droht eine Anklage.

Piquet hatte Hamilton als "kleinen Schwarzen" bezeichnet. Der dreimalige Weltmeister entschuldigte sich zwar öffentlich für die Aussagen aus dem vergangenen Jahr, stritt rassistisch motivierte Absichten jedoch ab. Anschließend kamen allerdings noch weitere Aussagen ans Licht. Piquet nannte den Briten "Neguinho", bezeichnete Keke Rosberg als "wertlos" und unterstellte Ayrton Senna, schwul zu sein.

Piquet-Fall: "Rassismus muss überall bekämpft werden"

Eine der drei Parlamentsabgeordneten in Brasilien ist Taliria Petrone, sie vertritt die Metropolregion Rio de Janeiro. In einem Statement sagte sie: "Rassismus muss überall bekämpft werden. Schwarze Menschen auf eine eindeutig abwertende Weise zu behandeln, wie es Herr Nelson Piquet tut, steht der Einführung von Gleichheit im Weg."

In Brasilien kann rassistisches Handeln mit Haftstrafen von bis zu fünf Jahren bestraft werden. Dazu zählen auch rassistische Aussagen, die sanktioniert werden und zu einer Haftstrafe führen können. Ob der Fall aber vor Gericht landet, steht noch nicht fest.

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