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Berlin/München - Endlich ist es wieder soweit: Nach 158 Tagen Pause läutet die Formel E ab Mittwoch ihr Saisonfinale in Berlin-Tempelhof ein. Das erste von insgesamt sechs Rennen auf dem stillgelegten Flughafengelände verspricht Spannung pur - vor allem da sich noch jeder Fahrer Chancen auf den Titel ausrechnen kann.

Alles ist noch möglich

Einen eindeutigen Favoriten für das Rennen am Mittwoch gibt es nicht, die Rennserie lebt von ihrer Unvorsehbarkeit - die bisherigen fünf Saisonrennen wurden von fünf verschiedenen Fahrern gewonnen. Die besten Chancen auf den Titel hat aktuell der Brasilianer Antonio Felix da Costa, der Pilot des Teams DS TECHEETAH liegt in der Fahrerwertung mit einem Vorsprung von elf Punkten vor Mitch Evans von Panasonic Jaguar Racing an der Spitze.

Bester Deutscher ist BMW i Andretti Motorsport-Pilot Maximilian Günther, mit 44 Punkten belegt der Oberstdorfer einen aussichtsreichen vierten Platz. Insgesamt können die Piloten bei dem Saisonfinale in Berlin in sechs Rennen ganze 180 Punkte sammeln, so dass theoretisch noch jeder Fahrer eine Chance auf den Titelgewinn in der Formel E hat.

Ein wichtiges Kriterium wird hierbei allerdings die Ausdauer der Fahrer sein, die sechs Rennen werden nämlich binnen eines Zeitraums von nur neun Tagen ausgefahren. Alle ePrix werden komplett ohne Zuschauer stattfinden, zudem stehen für die Fahrer und alle anderen Teilnehmer des Saisonfinales regelmäßige Tests auf der Tagesordnung.

Rückkehrer Abt konnte in Berlin bereits gewinnen

Neben Günther werden mit Routinier Andre Lotterer (TAG Heuer Porsche), DTM-Champion Rene Rast (Audi Sport ABT Schaeffler) und Daniel Abt (NIO 333) noch drei weitere deutsche Fahrer bei ihrem Heimspiel am Start stehen. Gerade Abts Rausschmiss bei Audi und seine direkt anschließende Rückkehr in den Formel-E-Zirkus war eines der Themen der Corona-Zwangspause.

Ende Mai war der Kemptener von seinem Audi-Team entlassen worden, da er bei einem Rennen der virtuellen "Formel E: Race at Home Challenge" nicht selbst am Steuer saß, sondern einen eSports-Profi seinen Wagen steuern ließ. Eine bessere Strecke für sein Comeback hätte sich Abt allerdings wohl kaum aussuchen können, 2018 entschied der 27-Jährige den Berliner ePrix bereits für sich - samt Pole Position und schnellster Rennrunde.

Auch Formel E setzt Zeichen gegen Rassismus

Neben ihrem Engagement für die verstärkte Nutzung und Einführung von E-Fahrzeugen wird die Rennserie den Beispielen aus der Formel 1 folgen und mit der Botschaft #PositivelyCharged (engl. "positiv aufgeladen"; Anm. d. Red.) nun auch gegen jede Form von Diskriminierung eintreten. 

Das deutlichste Zeichen gegen den weltweiten Rassismus wird wohl, wie in der Formel 1 auch, das Mercedes-Werksteam setzen. Die Boliden von Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries werden nicht in ihrem gewohnten silber erstrahlen, sondern wie die Formel-1-Autos mit einer schwarzen Lackierung an den Start gehen.

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