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Packers , Jets oder Karriereende?

Aaron Rodgers - der Poker um den Quarterback: Woran hapert der Wechsel zu den Jets?

  • Aktualisiert: 22.03.2023
  • 15:02 Uhr
  • ran.de
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Aaron Rodgers will zu den New York Jets, die Jets wollen ihn und eigentlich wollen auch die Green Bay Packers das Kapitel abschließen. Woran hapert es also? Die wichtigsten Antworten.

Von Chris Lugert

Der womöglich größte Trade dieser NFL-Offseason stockt. Eigentlich schien der Wechsel von Aaron Rodgers zu den New York Jets nur noch Formsache zu sein, doch nun gibt es offenbar Probleme. Könnte der Mega-Deal tatsächlich noch platzen? Und welche Folgen hätte das? ran liefert die wichtigsten Fragen und Antworten.

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Aaron Rodgers: Was ist überhaupt los?

Am vergangenen Mittwoch verkündete Quarterback-Star Aaron Rodgers in der "Pat McAfee Show" hochoffiziell, was bereits zuvor ein offenes Geheimnis war: Der 39-Jährige möchte seine Zelte bei den Green Bay Packers nach 18 Jahren abbrechen und seine Karriere bei den New York Jets fortsetzen.

Der viermalige MVP ließ dabei aber auch anklingen, dass die Entscheidung für den Abschied nicht ganz freiwillig war. "Ich liebe diese Stadt, ich liebe diese Organisation und ich werde sie immer lieben. Aber sie wollen eben ohne mich weitermachen. Ich hätte mir nur zu Beginn der Offseason eine bessere Kommunikation gewünscht", sagte er.

Warum wollen die Packers Rodgers abgeben?

Bereits im vergangenen Jahr stand ein Abschied des Spielmachers im Raum, ehe er einen neuen Dreijahresvertrag über 150 Millionen Dollar unterschrieb. Doch Risse im Verhältnis zwischen der Franchise und Rodgers blieben. 

So erklärte jüngst eine "hochrangige Packers-Quelle" gegenüber "Bally Sports", die Verantwortlichen der Packers hätten den Eindruck, dass Rodgers das Team nach seiner Vertragsverlängerung im vergangenen März ein wenig im Stich gelassen habe. Rodgers verweigerte in der vergangenen Offseason Trainingseinheiten mit den Rookie-Receivern.

Die sportlich nicht zufriedenstellende Saison, an deren Ende die Chance auf die Playoffs leichtfertig verschenkt wurde, trug ihren Teil dazu bei. Nach dem finalen Saisonspiel gegen die Detroit Lions äußerte sich Rodgers bereits vielsagend über einen möglichen Abschied. Anders als im Vorjahr waren die Packers aber nicht mehr bereit, auf Rodgers zu warten.

Und was für die Packers ebenfalls wichtig ist: Ein Trade von Rodgers würde Ressourcen schaffen. Sein Gehalt wäre aus den Büchern und obendrauf gäbe es Draft-Kapital.

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Was bedeutet ein Rodgers-Abschied sportlich für die Packers?

Allerdings würde die Franchise mit Rodgers nicht nur ihr bekanntestes Gesicht verlieren, sondern ihren immer noch mit Abstand besten Spieler. Der designierte Nachfolger Jordan Love steht zwar bereits seit seit 2020 im Kader und konnte viel von Rodgers lernen, Erfahrungen in einem NFL-Spiel sind jedoch etwas ganz anderes. Und hier hat Love noch nicht viel vorzuweisen.

Der Abschied des langjährigen Quarterbacks ist für jede NFL-Franchise eine Zäsur, vor allem, wenn dieser eine Ära geprägt hat wie Rodgers. Die Gefahr wäre durchaus gegeben, dass die Packers erst einmal ins Mittelmaß abrutschen.

Stand für Rodgers sogar ein Karriereende im Raum?

Durchaus, zumindest machte er sich im Februar in einem skurrilen Experiment Gedanken über seine Zukunft. Vier Tage schloss er sich in einem dunklen Raum ein, ohne Kontakt zur Außenwelt und suchte eine Antwort auf exakt diese Frage. Es gehe darum, "einfach isoliert dazusitzen, zu meditieren und sich mit seinen Gedanken auseinanderzusetzen", sagte Rodgers.

Am Ende dieses Prozesses stand jedoch die Entscheidung fest, dass er seine Karriere fortsetzen will.

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Warum gerade die New York Jets?

Die Jets haben sich in den vergangenen Jahren einen Kader mit Playoff-Potenzial zusammengebastelt, nur auf der wichtigsten Position mangelt es an Qualität. Der ehemalige Erstrundenpick Zach Wilson konnte in zwei Jahren noch nicht nachweisen, die langfristige Quarterback-Lösung für die Jets zu sein.

Mit einem Quarterback von der Qualität eines Aaron Rodgers wären Gang Green auf einen Schlag ein möglicher Anwärter vielleicht sogar für den Super Bowl. Und das macht die ganze Sache auch für Rodgers selbst höchst interessant. Denn bislang hat er in seiner Karriere erst einen Ring gewonnen. Die Jets bieten ihm mit Blick auf die Umstände von allen verfügbaren Teams die wohl größte Chance, noch einmal einen Anlauf Richtung Vince Lombardi Trophy zu starten.

Warum ist der Trade dann nicht längst durch?

Auch wenn die Packers die Zukunft ohne Rodgers planen, so wollen sie natürlich bei einem Trade einen ordentlichen Gegenwert haben. Laut "ProFootballTalk" verlangen die Packers mindestens einen Erstrundenpick sowie einen weiteren Pick im Draft 2025, für den Fall, dass Rodgers auch 2024 noch spielt. Doch für die Jets soll das zu viel sein.

Was passiert, wenn es keine Einigung gibt?

Beide Parteien haben noch Zeit, sich zu einigen. Da die Packers bei einem Abschied in dieser Offseason logischerweise auch (einen) Pick(s) für den diesjährigen Draft haben wollen, ist dessen Beginn am 27. April die natürliche Deadline. Ein Trade danach würde für die Packers nicht allzu viel Sinn ergeben, wäre aber grundsätzlich dennoch möglich.

Für die Packers ist der Fall insofern schwierig, da ein stures Verhalten in den Verhandlungen keine Vorteile bringt. Entweder Rodgers bleibt dann bei den Packers, spielt gegen den eigentlichen Willen aller Beteiligter die nächste Saison und kassiert sein fürstliches Gehalt in Höhe von 60 Millionen Dollar, ohne Garantie auf Erfolge. Und er blockiert Jordan Love damit ein weiteres Jahr.

Oder aber er tritt zurück, die Packers verlieren ihren Quarterback ohne Kompensation und er steht weiterhin mit einem Dead Cap in den Büchern. So oder so, die Packers würden verlieren. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass es zu einer Einigung kommt. Denn Rodgers und die Jets sitzen am längeren Hebel.

Plant Rodgers schon seine Zeit bei den Jets?

Und wie er das tut! Im Zuge seiner Gespräche mit den Jets soll er dem dortigen Front Office eine Wunschliste mit Spielern vorgelegt haben, mit denen er sehr gerne zusammenspielen würde. Und die Jets arbeiten diese scheinbar brav ab.

Denn der Wechsel von Wide Receiver Allen Lazard nach New York ist durch, andere Rodgers-Weggefährten wie Mercedes Lewis oder Randall Cobb werden gehandelt. Auch Odell Beckham Jr. soll auf der Liste stehen und die Jets sollen völlig überraschend Interesse zeigen.

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