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Quarterback bekommt in der Free Agency keinen Star-Receiver

Free Agency der Baltimore Ravens: Quarterback Lamar Jackson bleibt die Hauptattraktion

  • Aktualisiert: 22.03.2021
  • 15:28 Uhr
  • ran.de/Raman Rooprail
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© getty
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Nach der bitteren Playoff-Niederlage der Baltimore Ravens gegen die Buffalo Bills (3:17), forderten viele Experten und Fans mehr Unterstützung für Lamar Jackson. Vor allem ein Nummer-1-Receiver sollte kommen. Nachdem alle Star-Receiver bereits anderweitig Verträge unterschrieben haben, droht Lamar Jackson wieder die gesamte Last der Offense schultern zu müssen.

Baltimore/München - "Es gibt nichts, was Lamar nicht kann. Momentan spielen die Ravens so lauflastig, dass sie Jacksons Fähigkeiten im Passspiel begrenzen. Wenn Baltimore das Passspiel öffnet, würde Lamar sein wahres Potenzial als Passer beweisen."

Ein großes Kompliment, das der heutige Head Coach der Houston Texans und ehemalige Passing-Coordinator der Baltimore Ravens, David Culley, Lamar Jackson beim "NFL Network" machte.

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Ravens holen keinen Receiver

Doch die Verantwortlichen in Baltimore um General Manager Eric DeCosta scheinen das volle Potenzial ihres Quarterbacks nicht ausschöpfen zu wollen. 

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"Ich unterhalte mich oft mit Lamar darüber, wie wir uns verbessern können", sagte DeCosta bei einer Pressekonferenz vor einigen Wochen. "Wir gehen nicht auf konkrete Spieler ein, es geht mehr darum, dass wir gemeinsam einen Weg finden, uns zu verbessern. Das kann auch die Free Agency betreffen." 

Nichtsdestotrotz verzichten die Ravens wie auch schon in der vergangenen Saison auf namhafte Receiver-Verpflichtungen.

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Ravens limitieren Jackson

Mit Kenny Golladay, Will Fuller, Corey Davis, Curtis Samuel und JuJu Smith-Schuster waren einige talentierte Receiver zu haben - Lamar Jacksons Pässe wird davon aber niemand fangen. Brisant: Smith-Schuster machte DeCosta einem Bericht von Adam Schefter zufolge wohl sogar ein besseres Angebot als die Pittsburgh Steelers, JuJu entschied sich allerdings gegen die Ravens.

Die Gründe dafür sind diskutabel. Klar ist: Die Ravens sind, seit Jackson 2019 der unumstrittene Starter wurde, die Mannschaft mit den wenigsten Passversuchen der Liga. 171,2 Passing Yards pro Spiel waren 2020 ebenfalls der schlechteste Wert der Liga.

Diese Zahlen sind auch Receivern auf dem freien Markt bekannt. Baltimore ist keine attraktive Station für Passempfänger, die mit guten Statistiken ihren eigenen Wert aufstocken wollen.

Jackson überzeugt - auch als Passer

Dabei ist Jackson keineswegs ein schlechter Passer, auch wenn Experten und Fans gerne diesen Narrativ bedienen möchten. Jackson komplettierte in der vergangenen Saison knapp 48 Prozent aller Pässe, die mindestens 20 Yards durch die Luft flogen - Platz sechs in der NFL.

Seit 2019 hat Jackson mit 62 die fünftmeisten Touchdowns geworfen. Nur Patrick Mahomes, Aaron Rodgers, Tom Brady und Russell Wilson haben mehr auf dem Konto. Gerade in der Redzone präsentiert sich Jackson höchst effektiv. Der Pick-Six bei der Playoff-Niederlage gegen die Buffalo Bills war Jacksons erste Interception, die er in seiner NFL-Karriere in der Redzone warf.

Die Niederlage gegen die Bills untermauerte zudem ein weiteres Narrativ: Die Ravens tun sich extrem schwer, wenn sie einen Rückstand von über zehn Punkten aufholen müssen. Das gelang Baltimore unter Jackson nur in einem von sieben Fällen (Wildcard-Runde gegen die Tennessee Titans).

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Baltimore bleibt ausrechenbar

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Bei einem höheren Rückstand muss auch Baltimore mehr auf das Passspiel setzen, die Ravens können ihr gefürchtetes Laufspiel nur limitiert einsetzen und werden ausrechenbar.

Die Passempfänger, die Jackson zur Verfügung stehen, machen die Situation nicht leichter. Der junge Quarterback hatte noch nie einen Wide Receiver zur Verfügung, der über 800 Receiving-Yards in einer Saison aufgelegt hat. Marquise Brown wurde den hohen Erwartungen bislang nicht gerecht, Miles Boykin oder Devin Duvernay sind noch nicht mehr als Rotationsspieler.

So musste Jackson die Offense zu oft alleine tragen. Ein etablierter Nummer-1-Receiver würde Baltimore nicht nur sportlich weiterhelfen - er würde auch Last von Jacksons Schultern nehmen. 

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Jackson bleibt bescheiden

Der Quarterback selbst bleibt dagegen bescheiden. Jackson hat öffentlich nie Ansprüche gestellt, bessere Receiver zu bekommen und reagierte zuletzt sogar auf Memes über ihn mit Humor.

Die Ravens werden sicherlich weiterhin den Markt beobachten und eventuell noch einen Receiver an Land ziehen, spätestens im Draft schlägt DeCosta wohl zu. 

Doch es ist unwahrscheinlich, dass Baltimore zum jetzigen Zeitpunkt noch einen Spieler bekommt, der den Unterschied ausmacht. 

Lamar Jackson bleibt also wohl auch 2021 die Hauptattraktion der Ravens.

Raman Rooprail

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