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Point after Touchdown entscheidet Spiel

Kostete Regeländerung Patriots den Einzug in den Super Bowl?

  • Aktualisiert: 22.02.2018
  • 14:49 Uhr
  • ran.de
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© 2016 Getty Images
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Stephen Gostkowski vergebener Extrapunkt war einer der Gründe für die Niederlage der Patriots in Denver. Eine Regeländerung zum Saisonbeginn könnte die entscheidende Rolle beim Versagen des sonst so sicheren Kickers gespielt haben.

Denver - Stephen Gostkowski war nach der 18:20-Niederlage gegen die Denver Broncos untröstlich. Schließlich war der verschossene PAT-Versuch (Point after Touchdown) des sonst so sicheren Kickers der New England Patriots einer der Gründe für das Ausscheiden des Titelverteidigers.

Minuten nach dem Spiel stellte er sich vor die Kameras, nahm jegliche Schuld auf sich und entschuldigte sich bei seinem Team und den Fans.

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"Fühle mich furchtbar"

"Ich fühle mich furchtbar. Die anderen arbeiten so hart und setzen jeden Tag ihre Körper und Leben aufs Spiel. Dass ich den PAT verfehlt habe, ist ein Albtraum-Szenario für jeden Kicker", sagte der 31-Jährige.

Und weiter: "Ich bin niemand der Entschuldigungen sucht. Ich hätte ihn machen sollen. Ich habe hunderte davon gemacht, es war mein Fehler. Ich hätte nie gedacht, dass ein verschossener PAT im ersten Viertel des Spiels so viel ausmachen würde. Deshalb muss man jederzeit gut sein und das war bei mir heute nicht der Fall."

Nach 523 erfolgreichen Point-after-Touchdown-Versuchen in Folge war es erst der zweite misslungene Kick in Gostkowskis Karriere. Den ersten Fehlversuch leistete er sich vor zehn Jahren in seiner Rookie-Saison - damals wurde sein Kick jedoch geblockt.

"Ich fühle mich, als ob ich das Spiel für das Team verloren habe. Ich habe mein Team und die Fans im Stich gelassen," entschuldigte sich der Kicker nach dem Spiel.

Schlechteste Quote seit 1982

Grund für sein Versagen könnte jedoch auch die neue PAT-Regelung dieser Saison sein.

Vor der Saison wurde beschlossen, die Distanz bei PAT-Versuchen in der NFL zu erhöhen. Zuvor wurde der Ball an der 2-Yards-Linie platziert, seit der Saison 2015 an der 15-Yards-Linie. Sprich: Mit Endzone und Snapdistanz müssen die Kicker mittlerweile aus 33 Yards zwischen die Torstangen treffen.

Bis zum Playoff-Spiel in Denver, waren die Patriots eines von fünf Teams, das seit der Regeländerung bei allen PAT-Versuche erfolgreich war. In der vorherigen Saison trafen die NFL-Kicker 99,3 Prozent aller Extrapunkte ins Tor.

Mit einer Entfernung von 33 Yards sind es nur noch 94,2 Prozent - die schlechteste Quote seit dem Jahr 1982. Die neue Distanz sollte die Kick-Versuche wieder spannender machen. Nach dem AFC-Championship-Spiel zwischen den New England Patriots und den Denver Broncos dürfte klar sein, dass die Regeländerung genau das bewirkt hat.


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