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Patriots at Steelers am Sonntag live auf ran.de

New England Patriots at Pittsburgh Steelers: Mac Jones als Anführer gefordert

  • Aktualisiert: 18.09.2022
  • 15:15 Uhr
  • ran.de / Andreas Reiners
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© IMAGO/Icon Sportswire
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Die New England Patriots stehen vor Week 2 bei den Pittsburgh Steelers (am Sonntag ab 19:00 Uhr im Livestream auf ran.de) bereits ein Stück weit unter Zugzwang. Gefragt ist vor allem Quarterback Mac Jones.

München - Mac Jones ist Optimist.

Als Quarterback der New England Patriots muss er das sein. Als Anführer, als Kapitän, als Leistungsträger. Da ist es die Pflicht des 24-Jährigen voranzugehen, das Team mitzunehmen und eine positive Erwartungshaltung an den Tag zu legen.

Dass er in seinem zweiten Jahr in der NFL bereits ein Leader ist, daran hat Head Coach Bill Belichick keinerlei Zweifel, er hat Jones vor dem Saisonstart zu einem der Kapitäne ernannt.

"Seine Führungsqualitäten waren in diesem Jahr verrückt. Er ist immer da, und er weiß, was er will. Das war sehr hilfreich für uns", erklärte Wide Receiver Jakobi Meyers. Jones überzeugte mit Präsenz auf dem Trainingsgelände, aber auch bei der Führung der Offense in der Vorbereitung.

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Mac Jones: "Der unangefochtene Anführer der Offense und des Teams"

Eine logische Konsequenz also, das betont auch Ex-Patriots-Star Sebastian Vollmer.

"Er ist sowieso der unangefochtene Anführer der Offense und des Teams", sagte der 38-Jährige im ran-Interview. Und mehr Druck wird dieser Titel auch nicht erzeugen. "Die Mentalität eines Quarterbacks ist Verantwortung, Vertrauen, Druck - darin solltest du als Quarterback sowieso aufgehen", so Vollmer.

Heißt: Für Jones ist die Situation der Patriots vor dem zweiten Spiel bei den Pittsburgh Steelers (am Sonntag ab 19:00 Uhr im Livestream auf ran.de) wie gemacht. Ein großer Druck herrscht noch nicht, dafür ist es noch zu früh, aber eine gewisse Anspannung macht sich breit, ein nervöses Kribbeln. Denn mit einer weiteren Niederlage nach der 7:20-Auftaktpleite bei den Miami Dolphins kämen die Patriots schon früh in der Saison unter Zugzwang.

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Jones lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn sein Arbeitsnachweis in Miami mit 213 Yards, einem Touchdown und einer Interception ähnlich durchwachsen war wie die sieben Punkte der Offense. 

Es war das erste Mal seit 2006, dass die Patriots mit weniger als zehn Punkten gegen die Dolphins verloren haben. Es droht zudem der erste 0-2-Start der Patriots seit 2001. 

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Mac Jones: "Bewegen uns in die richtige Richtung"

"Es ist die erste Woche und wir haben eine Menge guter Dinge getan, und wir bewegen uns im Training in die richtige Richtung", sagte Jones: "Ein Großteil der Kommunikation verbessert sich, und das passiert im Laufe der Saison. Man verbessert die Dinge, an denen man arbeiten will, und behält die Dinge bei, die man gut macht. Wir sind zuversichtlich und wir müssen einfach nur rausgehen und es tun, da gibt es nichts zu reden."

Die ersten Patriots-Kritiker schlagen aber schon jetzt um sich. Und klar: Da wo Jones seit 2021 der Quarterback ist, ist die Ära von Tom Brady nicht weit. Die endete bekanntlich nach der Saison 2019. Seitdem stehen die Patriots bei einer 17-17-Bilanz.

New England Patriots: Heftige Kritik von LeSean McCoy

"Für Belichick ist es vorbei", sagte der frühere Running Back LeSean McCoy: "Ich habe noch nie gesehen, dass die Patriots so viele Spieler in der Defense auf einmal bezahlen. Sie tun es jetzt, wo Tom Brady weg ist. Das ist vorbei. Das ist der wahre Belichick."

Jeder Trainer in der AFC habe das während der gemeinsamen Ära Brady-Belichick gesagt, was er sage, so McCoy: "Ohne Tom Brady ist Belichick ein guter Trainer. Hören Sie auf mit diesem ganzen 'Er ist der GOAT.' Das ist er nicht. Tom Brady ist es."

McCoy weiter: "Seit Tom Brady weg ist, sehen sie so gewöhnlich aus." Seine Kritikpunkte: "Sie werden vorne im Laufspiel geschlagen, die Verteidiger verpassen Tackles. In der Offensive sehen sie schlecht aus. Sie können in der Offensive nichts tun."

Was auch daran liegen könnte, dass sich die Offense nach dem Abgang von Offensive Coordinator Josh McDaniels unter Matt Patricia und Joe Judge noch finden muss. "Sie haben einen sehr klugen Jungen als Quarterback, der klug genug ist, um zu wissen, dass Matt Patricia und Joe Judge wahrscheinlich keine guten Footballtrainer für ihn sind, ich meine, was das Offensivtraining angeht", sagte Ex-NFL-Coach und ESPN-Analyst Rex Ryan.

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Weggang von Josh McDaniels kein Vorteil

Für Jones ist der Weggang von McDaniels in der Tat "kein Vorteil", so Vollmer. "Wenn du diesen Flow unterbrichst, weil du anders gecoacht wirst, mit einer anderen Philosophie, kann das hinderlich sein. Es zieht sich einfach ein bisschen länger, als es normalerweise dauert. Er ist aber ein Vollprofi, da mache ich mir keine Sorgen", so der Ex-Profi, der fest davon ausgeht, dass Jones den nächsten Schritt machen wird, der im zweiten Jahr in der Regel sowieso am größten ausfällt.

Als Vollprofi weiß Jones, dass er in Situationen wie aktuell besonders gefordert ist. Erst recht gegen eine Defense, die zwar auf Superstar T.J. Watt verzichten muss, zum Auftakt beim überraschenden Overtime-Sieg bei den Cincinnati Bengals (23:20) mit vier Interceptions aber schon mal heiß gelaufen ist. Ob Jones die Rückenblessur aus dem Dolphins-Spiel und das krankheitsbedingte Fehlen beim Training am Donnerstag einschränken werden, bleibt abzuwarten.

Jones nimmt die Mannschaft in die Pflicht, aber vor allem auch sich. Er will in der Pocket besser werden, und auch unter Druck. "Ich muss einfach mehr Würfe abschließen, sie zu den Receivern bringen und sie laufen lassen. Das ist mein Job, und ich werde versuchen, es besser zu machen, aber es geht alles um Training. Wir müssen daran arbeiten, den Ball rechtzeitig rauszubringen und die Offensive ans Laufen zu bringen." Dann, so versichert er, "dann werden wir auch gut sein".

Vor allem er ist als Anführer gefordert. Nur Optimist zu sein, wird nicht reichen.

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