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Sean Payton bei den Denver Broncos: Ein neuer Sheriff ist in der Stadt

  • Aktualisiert: 07.02.2023
  • 19:47 Uhr
  • ran.de
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Mit der Verpflichtung von Sean Payton als neuen Head Coach läuten die Denver Broncos eine neue Zeitrechnung ein. In seiner Antrittsrede deutete der 59-Jährige an, dass für einige Spieler empfindliche Veränderungen bei der Neuausrichtung der Franchise bevorstehen.

von Daniel Kugler

Mit der Verpflichtung von Sean Payton als neuen Head Coach läuten die Denver Broncos eine neue Zeitrechnung ein.

Trotz horrender Ausgaben für Wunsch-Quarterback Russell Wilson wurden die Playoffs deutlich verpasst. Unter dem langjährigen Coach der New Orleans Saints soll nun aber der endgültige Umbruch hin zu einem Super-Bowl-Contender vollzogen werden.

Dementsprechend viele Veränderungen wird es innerhalb der Organisation in den kommenden Monaten geben. Grundsätzliche neue Reizpunkte aufgrund der Veränderung auf der Trainer-Position, aber auch einige zentrale Punkte, die mit dem Führungsstil des 59-Jährigen einhergehen.

Es wäre an dieser Stelle vermessen, Paytons Vorgänger Nathaniel Hackett zu unterstellen, dass unter seiner Führung gute Laune und das bestmögliche Feeling für alle Beteiligten vor einigen anderen Maßgaben an der Tagesordnung standen. Die harte Linie wurde unter Hackett - was man nach außen hin mitbekommen hat - aber zumindest nicht gefahren.

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Denver Broncos: Head Coach Sean Payton läutet neue Zeitrechnung ein

Mit Beginn der Ära Payton weht in Colorado nun ab sofort aber ein ganz anderer Wind. 

Und dies gibt der Coach auch unmissverständlich zu verstehen: "Ein Element ist Disziplin. Ein anderes Element ist Härte, und das ist nicht für jeden geeignet", wird Payton von "ESPN" zitiert.

Payton eilt der Ruf eines Erfolgs-Coaches voraus, der perspektivisch eine Franchise um- und zu einem Anwärter auf einen Titel aufbauen kann. Eine striktere, härtere Kultur innerhalb der Franchise zu etablieren, die zweifellos einige Spieler im Laufe des Prozesses aussortieren wird, geht mit dieser Philosophie zwangsläufig einher.

Und dies schließt auch unweigerlich das Miteinander auf dem Gelände der Franchise und die Trainingsabläufe an sich mit ein.

Symptomatisch beginnt dieses Umdenken auch bei Paytons neuem Starting-Quarterback Russell Wilson. Dieser hatte in seiner ersten Spielzeit bei den Broncos auf dem Vereinsgelände gerne auch mal mit einem Privattrainer gearbeitet, der nicht zum Coaching Staff gehörte. Damit ist nun Schluss.

"Damit bin ich nicht sehr vertraut. Das ist mir fremd. Aber eines ist klar: Das wird es nicht geben. Unser Stab wird hier sein, unsere Spieler werden hier sein und das war's", stellte Payton die Bedeutung der täglichen gemeinsamen Arbeit in der Teameinrichtung unmissverständlich klar.

Rumms. 

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Denver Broncos: Russell Wilson ist weiterhin der Hoffnungsträger

Nach der ersten großen verbalen "Pipebomb" in Richtung Team zeigte sich Payton dann aber doch versöhnlich und durchaus optimistisch.

Payton betonte, dass Wilsons sechs Touchdowns in den letzten beiden Spielen der Regular Season "ein bisschen mehr von dem sind, was wir erwartet und woran wir uns gewöhnt haben."

Entsprechend großes Potenzial sieht der neue Broncos-Coach auch nach einer für alle Seiten enttäuschenden Saison bei seinem 34-jährigen Playmaker.

Dass sich Wilson in sportlicher Hinsicht nach dieser Saison an die eigene Nase fassen muss, steht auf einer anderen Seite. Im Playcalling sieht Payton aber klares Verbesserungspotenzial, um dem Quarterback das Leben leichter zu machen.

Von den anwesenden Medienvertretern gezielt gefragt, was er im Laufe der Jahre in Bezug auf die Verwaltung der Game Clock der Broncos gelernt hat - ein Bereich, mit dem Vorgänger Hackett notorisch zu kämpfen hatte und bei dem im Ergebnis massive Fehler über die Saison entstanden sind - antwortete Payton trocken, aber mit entsprechendem Nachdruck.

"Ich erwarte nicht, dass die Zuschauer die 30-Sekunden-Uhr herunterzählen müssen."

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Sean Payton will Denver Broncos wieder zu alter Blüte führen

So oder so, vor dem Super-Bowl-Sieger-Coach aus der Saison 2009 liegt eine Herkulesaufgabe.

Für Payton und den Coaching Staff bedeuten die ersten Erkenntnisse aus den so enttäuschenden zurückliegenden Monaten in Denver, dass das Spielerpersonal und sowie das Offensivsystem deutlich besser auf die Stärken und Schwächen ihres Quarterbacks abgestimmt werden müssen.

"Keiner von uns will in einer Karaoke-Bar ein Lied sein, dessen Text wir nicht kennen", sagte Payton vielsagend über seinen Plan mit Wilson.

Generell ist die Marschroute unter Payton aber klar. Nach Platz vier in der AFC West und einer Bilanz von 5-12 sind keine kleineren Verbesserungen das Ziel. Der nächste Super-Bowl-Sieg soll her, und das mit Wilson.

"Kein Trainer hat jemals einen Super Bowl mit zwei verschiedenen Teams gewonnen. Wir schreiben das Jahr 2023, das ist noch nie passiert. Ein paar Trainer haben mit zwei Teams den Super Bowl erreicht, aber niemand hat einen Super Bowl mit zwei verschiedenen Teams gewonnen. Ich mag diese Art von Dingen", wird Payton träumend von "9News" zitiert.

Ansage Ende. Die Spieler der Broncos seien nicht explizit gewarnt vor einer möglichen beginnenden Schreckensherrschaft, sie sollten sich aber vorab auf einige grundsätzliche Veränderungen vorbereiten.

Denn ein neuer Sheriff ist in der Stadt.

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