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Backup bei den Seahawks

Seattle Seahawks: Neustart für das Quarterback-Missverständnis Paxton Lynch

  • Aktualisiert: 19.01.2019
  • 10:40 Uhr
  • ran.de / Andreas Reiners
Article Image Media
© imago/ZUMA Press
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Manchmal gehört Glück dazu, eine zweite Chance in der NFL zu bekommen. Für das Quarterback-Missverständnis Paxton Lynch gibt es die nun bei den Seattle Seahawks.

München/Seattle – Hat man einmal einen schlechten Ruf weg, wird es schwierig, ihn wieder loszuwerden. Dann steckt man in einer Schublade und die Karriere in einer Sackgasse. Festgefahren. Dann geht es weder vor noch zurück.

Bei Paxton Lynch ging es mit gerade 24 Jahren nicht weiter. Die komplette Saison 2018 verpasste er, war arbeitslos. Beziehungsweise Free Agent, was sich zwar etwas besser anhört, aber auf's Gleiche rauskommt. 

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Gescheiterter Erstrundenpick

Der Stempel auf der Stirn: Gescheiterter Erstrundenpick, überschätztes Talent. Eine Enttäuschung. Der von den Denver Broncos 2016 an 26. Stelle ausgewählte Quarterback kam in zwei Jahren Denver auf vier Starts, 79 von 128 komplettierten Pässen, 792 Yards, vier Touchdowns und vier Interceptions. 

Vor allem in seiner letzten Preseason im vergangenen Sommer war es schwierig. Nach einer chaotischen Saison mit Lynch, Trevor Siemian und Brock Osweiler als Starter, holten die Broncos Routinier Case Keenum, um Kontinuität auf der Spielmacher-Position zu bekommen. Lynch hatte in der Vorbereitung mit viel Druck von außen zu kämpfen, mit Pfiffen des Publikums, mit harscher Kritik der Medien, mit eigenen Fehlern und Unzulänglichkeiten.

Die Broncos zogen die Reißleine und trennten sich von Lynch, nachdem die Dallas Cowboys und die Carolina Panthers einen möglichen Trade ablehnten.

Für Lynch wurde es nicht einfacher, denn es ist nicht so, als hätte er es nicht versucht. Klinken putzen war angesagt. Workouts. Vorspielen also.

Klinken putzen

Und zwar bei den Tennessee Titans, den Jacksonville Jaguars, den Miami Dolphins, den Buffalo Bills, den Detroit Lions, den Philadelphia Eagles, den Tampa Bay Buccaneers, den Washington Redskins und den Seattle Seahawks. Erst einmal ohne Ergebnis.

Die Hawks haben nun, Monate später, eine Verwendung für den Signal Caller gefunden, der als potenzieller Backup für Starter Russell Wilson einen Platz im Roster bekommen hat.

Für das Quarterback-Missverständnis eine zweite Chance.

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Wilson als Mentor

"Auf gewisse Weise ist es ein Neustart seiner Karriere. Die Möglichkeit hinter Russell Wilson zu lernen macht Seattle zur besten Optionen für Paxton. Wir haben gesehen, wie es Patrick Mahomes geholfen hat, als er unter Alex Smith gelernt hat. Als Mentor ist Wilson ein großer", sagte Lynchs Agent Leigh Steinberg beim Radiosender 710 ESPN in Seattle.

Es ist wenig verwunderlich, dass Steinberg an seinen Klienten und dessen Karriere glaubt, sonst hätte er auch seinen Job verfehlt. Lynch habe erst spät in der High School als Quarterback gespielt, auch nicht so viele Jahre als Starter wie andere, so Steinberg.

"Es ist also keine Überraschung, dass es einen gewissen Gewöhnungsprozess gab", so Steinberg, der versprach: "Sie bekommen jemanden mit einem unglaublichen Potenzial. Er ist ein enthusiastischer, harter Arbeiter. Er wird alles aufsaugen und lernen und dann, wenn nötig, die Zügel in einem Spiel übernehmen."

Um seinen Ruf wieder aufzupolieren.

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