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NBA: "Lasst Luka in Ruhe!" Die Dallas Mavericks vor Game Five der Finals

  • Veröffentlicht: 16.06.2024
  • 20:31 Uhr
  • Seb Dumitru/ran.de
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Die Dallas Mavericks liegen nach wie vor mit 1:3 hinten in diesen NBA Finals, aber der Blowout-Sieg in Spiel vier war ein donnerndes Statement, mit ebenso lauter Message: Schreibt Luka Doncic und dieses Team noch nicht ganz ab!

Von Seb Dumitru

Die Kritik am All-NBA Guard in den knapp 48 Stunden vor Spiel vier war unausstehlich.

Obwohl Luka Doncic schon jetzt einer der gefährlichsten Playoff-Performer in der Geschichte der NBA ist, kannten die Schmährufe auf den erst 25-jährigen Ausnahmekönner keine Grenzen. Seine sechs Fouls und die dritte Mavs-Niederlage in Spiel drei waren gefundenes Fressen für die vielen Lästermäuler.

"Lasst meinen Jungen in Ruhe", forderte sein Coach Jason Kidd vor Spiel vier. Doncic (31,0 Punkte pro Partie) ist der zweitbeste Playoff-Scorer aller Zeiten, hinter Michael Jordan (33,4 PPG).

Beim offensiven Einfluss rangiert er in der Top-Fünf, zusammen mit Jordan, Nikola Jokic, LeBron James und Steph Curry – vier aktuelle oder künftige Hall of Famer, mit insgesamt 12 Finals-MVP-Awards und 15 Meisterschaften. Nur Doncic, James, Jokic und Larry Bird haben jemals mindestens 600 Punkte, 150 Rebounds und 150 Assists in einer Postseason zustande gebracht.

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Obwohl er zum ersten Mal überhaupt im Endspiel steht und mit mindestens drei Verletzungen aufläuft (Knie, Sprunggelenk, Thorax), hat Doncic die mit Abstand meisten Punkte in diesen Finals erzielt (34 mehr als der nächste auf der Liste, Kyrie Irving, 35 mehr als Brown, 38 mehr als Tatum), hat das höchste Plus/Minus (+26) und die meisten "Stocks", also Steals plus Blocks aller Akteure beider Teams (10).

Ungeachtet der Tatsache, dass ihn die Boston Celtics in den ersten drei Partien unerbittlich attackierten, und ihn seine Nebenleute fast gänzlich im Stich ließen, arbeiteten sich die Zweifler und Nörgler fast ausschließlich an ihm ab.

Kaum ein Wort über die anderen, peinlich schlechten Mavericks, die vom Moment völlig überfordert wirkten. Stattdessen wurden Doncics Defensive und Charakter bis zum Erbrechen auseinander gepflück

"Aus welchem Grund auch immer wurde er persönlich angegriffen. Wir sind hier auf dem höchsten Level, er ist einer der besten Spieler der Welt", nahm Kidd seinen Superstar in Schutz.

"Er spielt das Spiel so, wie es gespielt werden muss, aber einige wollen lieber kritisieren, was er nicht so gut kann. Er wird daraus lernen und besser zurückkommen. Die Besten der Besten werden nur besser, wenn sie getriezt werden. Michael Jordan, LeBron James, die GOATs, sie alle sind besser zurückgekommen. Er ist erst 25."

Donnerndes Statement in Game Four

Die Dallas Mavericks liegen nach wie vor hinten in diesen NBA Finals, aber Spiel vier war ein donnerndes Statement mit ebenso lauter Message: Schreibt Doncic und dieses Team noch nicht ganz ab!

Doncic erzielte 29 Punkte, 5 Rebounds und 5 Assists, während Irving 21 Punkte und 6

Assists beisteuerte. 48 Minuten lang dominierten die Mavs nicht nur in allen Belangen, sondern verteilten einen der größten und brutalsten Arschtritte in der Geschichte der NBA Playoffs. Der 122:84 Sieg war so einseitig und eindringlich, dass sich Viele jetzt fragen: Haben diese Mavericks vielleicht eine Lösung gefunden?

Dallas' zwischenzeitliche 48-Punkte-Führung war die höchste in den NBA Finals in den vergangenen 50 Jahren. Der 38-Punkte Sieg war der dritthöchste aller Zeiten in den NBA Finals – und höchste seit Spiel sechs der Finals 2008. Nur die Celtics gegen die Los Angeles Lakers (+39) und Michael Jordans Chicago Bulls, 1998 gegen Utah (+42), haben jemals mit mehr Punkten Unterschied gewonnen.

"Ich denke, er hat ein paar Leute dazu gebracht, ihre Worte zu schlucken", sagte Mavs-Co-Star Irving. „Er übernimmt zu diesem Zeitpunkt in seinem Leben einfach die Verantwortung, so gut er kann. Er ist noch jung und muss ein paar Dinge erst noch ausloten. Wir sollten ihm alle diese Gnadenfrist geben."

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Genialer Luka: Überragender Anführer, wenn er so spielt

Anstatt mit den Referees zu hadern, steckte Doncic seine gesamte Konzentration in seine Defensiv-Arbeit. Anstatt wilde Stepbacks zu nehmen, zog Doncic ein ums andere Mal aggressiv zum Korb und attackierte die Celtics gnadenlos. Dallas' aggressive Abwehr biss zu, die explosive Angriffsmaschinerie begann, Punkte am Fließband zu generieren.

Irving, der bereits am eigenen Leib gespürt hat, wie es ist, wenn die halbe Welt gegen einen schießt, scheint als geläutertes Vorbild und Mentor immer genau die richtigen Worte für Doncic zu haben. "Wenn er so fokussiert ist und den Schiedsrichtern keine Aufmerksamkeit schenkt, ist er ein grandioser Spieler und ein großartiger Anführer für uns. Wir wollen, dass er konsequent dabei bleibt und nicht zu hart zu sich selbst ist."

Doncic und Irving (36 Punkte, 15-30 FG) hatten zur Pause mehr Punkte auf dem Konto als das gesamte Celtics-Team (35 Punkte, 11-37 FG). Die Celtics lagen – erst zum zweiten Mal in ihrer langen Franchise-Geschichte – bereits zur Pause mit 25 Punkten oder mehr im Rückstand. Es waren die wenigsten erzielten Punkte eines Teams in der ersten Hälfte seit den NBA Finals 2010, und die wenigsten, die dieses Team unter Joe Mazzulla jemals erzielt hat.

Nowitzki wird von Fan abgeräumt

Für die Mavericks brachen alle Dämme. Fünf Spieler punkteten zweistellig – kein großes Kunststück in mehr als 15 Minuten "garbage time", aber dennoch gut für die Moral. Dereck Lively erzielte 11 Punkte und 12 Rebounds – und traf als Zugabe den ersten Dreier seiner Karriere. Lively hat jetzt als einziger Rookie neben Magic Johnson in den Finals zwei Double-Doubles in Folge aufgelegt, und im Alter von höchstens 20 Jahren gleich mehrere Double-Doubles in den NBA Finals zustandegebracht.

Livelys unbändige Energie und Kampfgeist legte den Grundstein für eine in allen Hustle-Bereichen dominante Vorstellung der Mavericks, die Boston regelrecht auseinander nahmen.

60:26 Punkte in der Zone, 52:31 Vorteil an den Brettern, 13:4 bei den Offensiv-Rebounds, 16:2 bei den Second Chance Points... Ein Team spielte so, als stünde es mit dem Rücken zur Wand. Das andere? Als hätte es den Titel und die Larry O'Brien Trophy längst eingetütet. "Wir mussten unser bestes Spiel machen", sagte Kidd anschliessend. "Entweder das, oder wir hätten jetzt Urlaub gehabt."

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Das erste Team bis Vier

Bereits im Schlussviertel von Spiel drei zeigten die Celtics ihre schlechtesten Angewohnheiten. Der Ball blieb stecken, Isolationen statt Passsequenzen, defensive Lapsus und mangelnde Konzentration hätten die Kobolde beinahe den Sieg gekostet. In Spiel vier waren sie von der ersten Sekunde das passivere, gleichgültigere Team – und bekamen dafür die Quittung serviert.

In den ersten drei Partien hatten die Celtics 49 Dreier mehr genommen als Dallas – eine unfassbare Diskrepanz, die gegen die effizienteste Offensive der NBA-Historie jegliche mathematische Wahrscheinlichkeit für einen Mavs-Sieg fast gegen Null gedrückt hatte. Es ist im Jahr 2024 so gut wie unmöglich zu gewinnen, wenn der Gegner fast doppelt so oft von Downtown draufhält – und diese Versuche überdurchschnittlich sicher verwandelt. Dallas hielt zum ersten Mal in diesen Finals fast Schritt mit Boston (37:41 Versuche) und gewann sogar das Spiel im Spiel (45:42 Punkte von der Dreierlinie).

Dallas hat nach diesem Sieg trotz des 1:3 Rückstands nun mehr Punkte in der Serie erzielt als Boston (408:402). Kyrie Irving holte seinen ersten Sieg gegen die Celtics seit dem 1. Juni 2021, insgesamt 1.109 Tage. Ist auch sein Fluch endlich gebrochen? Hat er seine grün-weissen Dämonen besiegt, oder zumindest ruhiggestellt? Kann Doncics Co-Star ausgerechnet an alter Wirkungsstätte im nächsten Must-Win Game eine seiner patentierten Finals-Performances auspacken?

Am Ende des Tages ist ein Sieg nur ein Sieg. Moralische Erfolge zählen nichts, unterm Strich. Es war erst Bostons erst dritte Niederlage in diesen Playoffs. Die Eastern Conference Champions haben kein einziges Mal in dieser Saison mehr als zwei Partien in Folge verloren. Sie bleiben der hohe Favorit. Und Fakt bleibt nach wie vor auch, dass noch nie ein Team in der Geschichte der Playoffs aus einem 0:3 Rückstand noch ein 4:3 gemacht hat.

Ein 1:3 hingegen, das haben bereits 13 Teams noch in einen Sieg umgewandelt. Am prominentesten natürlich Irvings Cleveland Cavaliers 2016 – das bis heute einzige solche Comeback in den NBA Finals. 22 Mal haben Teams zum 3:3 ausgeglichen, nur um dann Spiel sieben dennoch zu verlieren. Viel Mal lagen diese Teams mit 0:3 schier uneinholbar hinten.

"Wie ich immer betone: das erste Team bis Vier", sagte Doncic. "Wir glauben bis zum Schluss daran. Ich glaube stark an dieses Team und dass wir es schaffen können."

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