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Arthur Abraham: Erst Ramirez, dann nochmal Murray?

  • Aktualisiert: 23.11.2015
  • 07:53 Uhr
  • ran.de / Michael Gerhäußer
Article Image Media
© 2015 Getty Images
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Nach der Niederlage versucht Martin Murrays Lager Arthur Abraham für einen Rückkampf zu gewinnen. Der Weltmeister signalisiert generelle Bereitschaft, hat aber erst einmal andere Pflichten zu erledigen.

Hannover - Sein neuestes Schmuckstück hat Arthur Abraham dann gleich mal mitgebracht. Um kurz vor 1 Uhr nachts betrat der alte und neue Box-Weltmeister der WBO den Presseraum tief im Bauch von Hannovers TUI Arena - dann aber schon wieder im schwarzen Anzug. 

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Highlights Abraham Murray

Abraham vs. Murray: Die Highlights

Die Zusammenfassung des Fights zwischen Arthur Abraham und Martin Murray.

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  • 02:56 Min
  • Ab 12

Mit dabei hatte er seinen Weltmeister-Gürtel und einen gewaltigen, goldenen Ring. Beide Devotionalien stammen von der WBO. Der Ring ist frisch eingetroffen bei Abraham, ein Geschenk für die fünfte erfolgreiche WM-Titelverteidigung. 

"Ein harter Kampf" 

Doch vor der Auszeichnung hatte für den Champion am späten Samstagabend ein sehr, sehr hartes Stück Arbeit gestanden. Gegner Martin Murray hatte sich erwartungsgemäß als schwerer Brocken erwiesen. Am Ende stand nach Ulli Wegners 100. WM-Kampf eine "Split Decision" zugunsten seines Schützlings Abraham. Auch die Box-Statistiker von "CompuBox" sahen Abraham in dem Supermittelgewichtskampf mit 141 zu 125 Punches vorne. 

"Es war ein harter Kampf. Natürlich war es knapp. Aber wir haben verdient gewonnen. Das ist das wichtigste", sagte Abraham. Der 35-Jährige war zu Beginn des Fights zu passiv, kassierte in der achten Runde sogar einen schweren Kopftreffer, fing sich danach aber und drehte die Sache mit einer beherzten Schluss-Offensive noch zu seinen Gunsten. "Ich wusste, dass er am Anfang aktiv ist, dann hat er aber nachgelassen", bilanzierte Abraham. 

Viel Lob für Murray 

"Es war ein toller Fight. Arthur ist der verdiente Sieger. Murray hat Arthur alles abverlangt", bekannte Promoter Wilfried Sauerland. 

Auch von Abraham gab es viel Lob für den Gegner: "Ich wusste, dass es ein schwerer Kampf wird. Murray gehört zur Weltspitze. Für eine freiwillige Titelverteidigung war das keine leichte Aufgabe." 

Rückkampf denkbar 

Murray hat bereits drei WM-Kämpfe nur denkbar knapp nicht gewonnen, nun ist eine weitere Niederlage hinzugekommen. Wenig überraschend hat der Engländer den Kampfausgang in Hannover anders gesehen, zu seinen Gunsten nämlich ("Ich dachte, dass ich gewonnen habe") - was seine Entourage umgehend dazu bewog, Abraham noch in dieser Nacht zu einem Rückkampf zu überreden. 

"Arthur ist ein großer Mann und große Männer nehmen große Herausforderungen an. Lasst uns das ganze noch einmal machen - in Manchester", schlug Murrays Promoter Barry Hearn vor und legte gleich noch nach: "Ist Arthur so mutig, nach Manchester zu kommen?" 

Als nächstes gegen Ramirez 

Der Plan des Murray-Lagers: Sie wollten Abraham kitzeln, aus der Reserve locken. Und der Weltmeister ließ sich nicht lange bitten: Nach der bevorstehenden Pflichtverteidigung sei er bereit, "dann boxe ich nochmal gegen Murray, kein Problem." 

Zunächst steht im März aber die besagte Pflichtverteidigung an. Herausforderer wird der junge Mexikaner Gilberto Ramirez sein, dem Freitagnacht ein einstimmiger Punktsieg gegen den Niederländer Gevorg Khatchikian gelang. Der 24-Jährige hat nun das erste Recht auf einen WM-Fight gegen Abraham. 

Aus Hannover berichtet: Michael Gerhäußer


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