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Kampf der "Trash-Talker"

Haye: "Im Gegensatz zu Fury klinge ich wie Mutter Teresa"

  • Aktualisiert: 18.12.2015
  • 10:30 Uhr
  • ran.de/ Elena Palacek
Article Image Media
© 2013 Getty Images
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Die beiden Schwergewichtsboxer David Haye und Tyson Fury werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Nun hat Haye verbal erneut nachgelegt.

München - David Haye ist alles andere als schüchtern. 2009 trug der Skandal-Boxer ein T-Shirt, auf dem er die zerstückelten Köpfe der Brüder Wladimir und Vitali Klitschko in den Händen hält. Nun hetzt der 35-Jährige im Interview mit der englischen "Sun" gegen Schwergewichts-Weltmeister Tyson Fury.

Haye, der kurz vor der Rückkehr in den Ring steht, teilt einmal mehr gegen Tyson Fury aus. Er habe die Grenze mit seinen Ansichten über Frauen und Homosexualität überschritten: "Ich dachte, ich wäre böse mit einigen der Sachen, die ich gesagt habe. Aber im Gegensatz zu Fury klinge ich wie Mutter Teresa." Er fügt hinzu, dass "die Überschriften über ihn als Weltmeister zu lesen sein sollten. Stattdessen handeln sie von seinen Aussagen, dass Frauen auf den Rücken gehören."

Zudem hat Fury unter anderem behauptet, Frauen gehören in die Küche und die Homosexualität mit Pädophilie verglichen. 

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Haye: Fans akzeptieren solche Aussagen nicht

"Vielleicht wird sich in zehn Jahren niemand mehr an diese Kommentare erinnern und er wird als der Mann, der Wladimir Klitschko besiegt hat, in den Bücher stehen", führt Fury fort. Allerdings ist er sich sicher, dass der neue Weltmeister im Schwergewicht dadurch einige Anhänger verloren hat: "Jeder Mensch hat eine Frau oder eine Freundin. Werden sie mit ihrem Partner glücklich, wenn sie einen Boxer mit diesen Ansichten unterstützen?"

Tyson Fury überraschte zuletzt die Boxwelt durch seinen Sieg über Wladimir Klitschko. Damit riss er sich die Weltmeistertitel von Klitschko unter den Nagel.

Klitschko-Klausel nur wegen des Geldes

Nach der Niederlage kommt es vertragsgemäß allerdings zu eine Revanche. Und Haye, der am 16. Januar in London gegen Mark de Mori im Ring steht, fragt sich, warum sein Landsmann Fury sich für einen weiteren Kampf bereit erklärt hat: "Aus irgendeinem dummen Grund hat Fury einen Rückkampf-Klausel unterschrieben."

"Ich habe noch nie jemanden gekannt, der das gemacht hat – es sei denn, er ist hinter dem Geld her. Ich denke, darum geht es ihm und nicht um die Titel", sagt Haye und fügt hinzu: "Er hat es damit bewiesen, dass er sagte, er würde die Titel lieber aufgeben, anstatt gegen mich zu kämpfen."

Während Haye behauptet, dass Fury das Geld motiviert, beharrt der 35-Jährige darauf, dass sein Comeback vom  Wunsch angetrieben wird, der unangefochtene Weltmeister im Schwergewicht zu werden. Der "Hayemaker" hat seit dem Kampf gegen Dereck Chisora im Juli 2012 nicht mehr geboxt. Aber er sagt: "Ich muss mir selbst etwas beweisen. Ich war ungeschlagener Champion im Cruisergewicht und das möchte ich im Schwergewicht ebenfalls werden."


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