- Anzeige -
- Anzeige -
Sport Allgemein

"Bin bereit": Familienmensch Kabayel drängt auf WM-Kampf

Article Image Media
© IMAGO/SID/Torsten Helmke

Party? Dafür war Agit Kabayel trotz seines nächsten Statement-Siegs nicht zu begeistern. "Ich will eigentlich nur nach Hause", sagte Deutschlands Box-Hoffnung nach seinem überzeugenden Erfolg gegen den Polen Damian Knyba in Oberhausen: "Ich freue mich, meine Familie zu sehen, meine Tochter in die Hand zu nehmen, diese Zeit zu genießen. Ich war in den letzten 13 bis 14 Wochen abgeschottet."

Doch die Abschottung hat sich gelohnt. Mit dem 27. Sieg im 27. Profikampf verteidigte der Bochumer seinen Titel als WBC-Interimsweltmeister und untermauerte seinen Anspruch auf einen Fight um die Schwergewichts-Krone. Nun will Kabayel unbedingt das Duell mit dem ungeschlagenen Champion Alexander Usyk (Ukraine). "Was bringen mir andere Kämpfe?" fragte Kabayel, er sei "bereit für die Weltmeisterschaft".

Kabayels Promoter George Warren hatte bereits vor dem Kampf betont, er werde ab Montag "hohen Druck auf den WBC machen, damit Agit die Chance auf den Titel bekommt". Im Raum steht ein Kampf im Sommer in einem (deutschen) Fußballstadion. Da Usyk aber wohl im Frühjahr gegen den US-Amerikaner Deontay Wilder antritt, könnte auf Kabayel laut Warren zunächst ein weiterer Überbrückungskampf gegen einen "britischen Heavyweight" warten.

Zumindest die Fans würden sich über einen weiteren Kampf in Deutschland freuen - die elektrisierende Atmosphäre in der Rudolf Weber-Arena hatte Kabayel in der ersten Runde dabei sogar aus der Fassung gebracht. "Da war ich ein bisschen eingefroren", sagte der 33-Jährige, der sich dann aber deutlich steigerte und den Polen durch technischen K.o. in der dritten Runde besiegte.

- Anzeige -
- Anzeige -