Wintersport Paralympics Eishockey
Deutsches Eishockey-Team schließt Paralympics als Sechster ab
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei den Paralympischen Winterspielen Rang fünf und damit ihr selbstgestecktes Ziel verpasst. Das Team um Fahnenträger Jörg Wedde schloss das Comeback nach 20 Jahren in der Platzierungsrunde mit einer Niederlage ab und verlor gegen Gastgeber Italien im Spiel um Platz fünf verdient mit 2:5 (1:0, 1:2, 0:3). Nach drei Niederlagen in der Vorrunde hatte Deutschland das Halbfinale verpasst, letztlich bleibt Rang sechs.
"Bis zum 2:2 war alles okay. Italien war überlegen, wir haben gekämpft. Aber am Ende des Tages waren sie einfach spielerisch besser", sagte Bundestrainer Peter Willmann: "Es ist ein Prozess. Wir wissen ganz genau, woran es liegt und woran man arbeiten kann. In gewissen Momenten kommt eine gewisse Überforderung. Da braucht man eine gewisse Coolness und die hatten wir nicht." Es sei dennoch "eine unglaubliche Erfahrung" gewesen bei den Paralympics, ergänzte Kapitän Malte Brelage.
Nach verhaltenem Beginn in der stimmungsvollen Santagiulia Arena scheiterte Bernhard Hering erst an der Latte (8.), ehe er das deutsche Team in Führung brachte (10.). Im zweiten Drittel traf erst Nikko Landeros (18.) zum Ausgleich, ehe Italien ein kurioses Eigentor unterlief, welches erneut Hering gutgeschrieben wurde (22.). Doch Christoph Depaoli (27.) egalisierte schnell wieder und Landeros (38.) sowie Gianluigi Rosa (39., 43.) drehten das Spiel.
In der Vorrunde hatte die Auswahl von Coach Willmann gegen den Gastgeber ebenfalls nach Führung mit 1:2 verloren. Der einzige Sieg gelang im ersten Platzierungsspiel gegen die Slowakei mit 4:3 nach Verlängerung. Bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr hatte das deutsche Team den fünften Platz belegt und damit das Ticket für die Spiele in Mailand gelöst. Bei der zuvor einzigen Paralympics-Teilnahme 2006 in Turin hatten die Deutschen den vierten Platz belegt.