Wintersport Paralympics Eishockey
Viererpack Schrader: Deutsches Team spielt um Platz fünf
Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft spielt bei den Paralympischen Winterspielen um Platz fünf und kann damit doch noch ihr selbstgestecktes Ziel erreichen. Das Team um Fahnenträger Jörg Wedde feierte beim Comeback nach 20 Jahren nach drei Vorrunden-Niederlagen den ersten Sieg, in der Platzierungsrunde gewann Deutschland gegen die Slowakei dank spätem Comeback mit 4:3 (2:1, 0:2, 1:0, 1:0) nach Verlängerung. Nach dem entscheidenden Treffer fielen sich die Spieler euphorisch in die Arme.
Der überragende Felix Schrader (2., 9.) brachte Deutschland früh in Führung, doch Slavomir Ferencik (13.), Milos Vecerek (16.) und Martin Joppa (29.) drehten die Partie. Erneut Schrader (42.) rettete die Auswahl von Bundestrainer Peter Willmann in die Verlängerung, ehe er dort mit einem Alleingang zum Sieg traf (52.).
"Geiles Spiel", schwärmte Schrader: "Mehr Krimi geht nicht - einfach geil!" Man sei "stolz und froh, dass wir das Spiel noch drehen konnten", ergänzte Kapitän Malte Brelage: "Es war im Endeffekt ein gutes Spiel mit dem ersten Sieg seit 20 Jahren. Ein großer Dank an Felix Schrader. Wir haben an uns geglaubt und gekämpft." Das gesamte Team sei "glücklich".
Bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr hatte das deutsche Team bereits im Spiel um Platz fünf gegen die Slowakei gewonnen und damit das Ticket für die Spiele in Mailand gelöst. Die Slowaken hatten deshalb den Umweg über ein zusätzliches Qualifikationsturnier nehmen müssen und sich erst dort ihre Teilnahme gesichert.
Am Samstag (16.05 Uhr) trifft Deutschland zum Abschluss auf Japan oder Gastgeber Italien, gegen den es in der Vorrunde eine 1:2-Niederlage gegeben hatte. Mit Blick auf dieses finale Ziel gebe es "erstmal nur Ruhe", sagte Brelage: "Wir konzentrieren uns auf die Recovery, feiern steht noch nicht auf der Agenda." Bei der zuvor einzigen Teilnahme 2006 in Turin hatten die Deutschen den vierten Platz belegt.