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Chancenlos gegen Kanada: DEB-Frauen im Viertelfinale raus

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© POOL/SID/DARKO BANDIC

Die Olympischen Winterspiele sind für die deutschen Eishockey-Frauen beendet. Gegen Mitfavorit Kanada setzt es eine klare Niederlage, gejubelt wird trotzdem.

Mailand (SID) Die deutschen Eishockey-Frauen lagen sich in den Armen, den Ehrentreffer gegen die klar überlegenen Kanadierinnen feierten Torschützin Franziska Feldmeier und Co. fast schon wie einen Sieg. Von einer Sensation gegen den Mitfavoriten war das Team von Bundestrainer Jeff MacLeod aber weit entfernt, im Viertelfinale schieden die Deutschen mit 1:5 (0:2, 0:1, 1:2) aus.

Feldmeier (49.) belohnte Deutschland in Unterzahl für einen kämpferischen Auftritt mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:4. Zuvor hatten Brianne Jenner (2.), Claire Thompson (17.), Sarah Fillier (38.) und Blayre Turnbull (41.) die Kanadierinnen für klare Verhältnisse gesorgt. Marie-Philip Poulin (56.) traf zum Endstand.

"Wir haben es ihnen über ein paar Strecken im Spiel schwerer gemacht", sagte Laura Kluge am Eurosport-Mikrofon, "wir haben es aber teilweise nicht so schlau gespielt, da fehlt uns die Erfahrung. Nichtsdestotrotz bin ich super stolz auf die Mannschaft. Es war für uns alle das erste Mal Olympia. In Ansätzen hat man gesehen, dass wir auch gegen Kanada mitspielen können."

Der Einzug in die Runde der letzten acht war das Minimalziel der deutschen Mannschaft gewesen. Bei ihrer bislang letzten Olympiateilnahme waren die deutschen Frauen 2014 in Sotschi in der Gruppenphase ausgeschieden.

Die USA und Kanada dominieren das Frauen-Eishockey und haben sämtliche Olympiasiege bislang unter sich ausgemacht. Trotzdem hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) an ihre Chance geglaubt. "Wir müssen uns einfach gut vorbereiten und sicherstellen, dass wir in der Defensive sehr stark sind. Wenn wir eine Chance bekommen, werden wir alles geben", hatte Angreiferin Emily Nix gesagt.

Die Kanadierinnen, die am Dienstag überraschend deutlich gegen das US-Team (0:5) verloren hatten, ließen keine Zweifel an den eigenen Ambitionen aufkommen. Eine der wenigen guten deutschen Chancen vergab Kluge in Unterzahl (6.). Deutschland setzte offensiv ansonsten nur vereinzelt Nadelstiche gegen das dominante Team Canada, das seinerseits zu wenig aus dem großen Plus an Torschüssen machte. Beim zweiten und dritten Gegentreffer machte Abstreiter keine gute Figur.

Kapitänin Daria Gleißner hoffte vor dem Schlussdrittel trotz des großen Rückstands auf die Wende. "Wenn wir ein Tor schießen, dann kommen wir nochmal ran. Irgendwer muss die Verantwortung übernehmen, wir brauchen das Tor", sagte sie bei Eurosport. Der schnelle Rückschlag zum Auftakt in den letzten Durchgang machte alle Hoffnungen zunichte.

Für großen Jubel im unterlegenen deutschen Team sorgte der Treffer durch Feldmeier. Die Berlinerin tauchte in Unterzahl vor dem kanadischen Tor auf und blieb cool.

Die deutsche Mannschaft hatte die Gruppe B der schwächer eingestuften Teams nach Siegen gegen Japan, Frankreich und Italien auf Platz zwei beendet. Den Auftakt gegen Schweden ging verloren.

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