Wintersport Olympia Eishockey
Loch im Eis: Olympia-Generalprobe unterbrochen
Die Haupthalle Santa Giulia für die olympischen Eishockey-Turniere in Mailand hat rund einen Monat vor dem Beginn der Winterspiele wieder für Probleme gesorgt. Während eines Spiels im italienischen Pokal, der als Testevent dienen soll, tat sich am Freitagabend ein Loch im Eis auf. Die Partie wurde für rund fünf Minuten unterbrochen.
Am Wochenende finden weitere Spiele in der Halle statt, die sich in Teilen weiter im Bau befindet. Auf den Tribünen sind weiterhin Arbeiter im Einsatz, Kabel liegen auf dem Boden, Gerüstrohre sind sichtbar. Auch die Umkleideräume sind noch nicht fertiggestellt. Pierre Ducrey, Sportdirektor beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC), verneinte allerdings die Frage, ob die Arena nicht rechtzeitig fertig werde. Die Organisatoren teilten auf AFP-Anfrage mit, die Halle sei baulich fertiggestellt, es stünde nur noch "der letzte Schliff" an.
Vor allem in Nordamerika dürften die Entwicklungen genau beobachtet werden. Erstmals seit 2014 werden die Spieler der NHL wieder an den Winterspielen teilnehmen. Zuletzt hatte es große Aufregung gegeben, nachdem bekannt wurde, dass die Eismaße von den Standards abweichen. Der stellvertretende NHL-Commissioner Bill Daly hatte anschließend gedroht, dass die Stars nicht spielen werden, sollte das Eis unsicher sein.
Don Moffatt von der Colorado Avalanche, der in Mailand mitverantwortlich für das Eis ist, erklärte, er sei mit der Spielfläche zufrieden, solche Anlaufschwierigkeiten könnten vorkommen.