Wintersport Olympia Eishockey
McDavid brilliert erneut: Kanada rauscht ins Viertelfinale
Kanada ist nach der nächsten Machtdemonstration vorzeitig ins Viertelfinale des olympischen Eishockey-Turniers gestürmt. Auf das 5:0 zum Auftakt über Tschechien ließ das Starensemble um Connor McDavid und Sidney Crosby in Mailand ein 5:1 (2:1, 1:0, 2:0) gegen die Schweiz folgen. Gegen den Vizeweltmeister musste der Goldfavorit aber auch die ein oder andere schwierige Phase überstehen.
Superstar McDavid brachte die Kanadier mit seinem ersten Treffer bei Olympia in Führung (6.), das 2:0 durch Thomas Harley (11.) legte der Sturmpartner von Leon Draisaitl bei den Edmonton Oilers auf. Pius Suter sorgte für den Anschluss der Schweizer, die sich phasenweise auf Augenhöhe mit den Kanadiern präsentierten. Toptalent Macklin Celebrini erhöhte für die Ahornblätter (25.), Altstar Crosby traf inmitten einer Schweizer Drangphase zur Entscheidung (48.). Nathan MacKinnon legte noch ein Tor drauf (54.).
Für einen großen Schreck sorgte der Schweizer Kevin Fiala. Er verletzte sich kurz vor dem Ende bei einem Check offenbar schwerer und musste mit einer Trage vom Eis gebracht werden.
Auch beim letzten Treffer wurde McDavid ein Assist zugeschrieben. Nach zwei Spielen steht der wohl beste Spieler der Welt bei schon sechs Scorerpunkten.
In der letzten Partie trifft Kanada auf Außenseiter Frankreich (Sonntag, 16.40 Uhr). Platz eins ist dem neunmaligen Olympiasieger nicht mehr zu nehmen.
Tschechien verhinderte nach der Auftaktpleite gegen die Kanadier die nächste Niederlage. Beim 6:3 (2:0, 2:3, 2:0) gegen Frankreich geriet der Medaillenkandidat nach 2:0-Führung innerhalb von knapp fünf Minuten in Rückstand, gewann aber dennoch souverän. Wie die Schweiz haben die Tschechen nun drei Punkte auf dem Konto. Zum Abschluss kommt es am Sonntag (12.10 Uhr) zum direkten Duell.
Finnland schlug in der Gruppe B nach der überraschenden Auftaktpleite gegen die Slowakei (1:4) zurück. Im hitzigen Duell mit dem Rivalen Schweden setzte sich der Peking-Olympiasieger mit 4:1 (2:0, 1:1, 1:0) durch. Die mit großen Ambitionen gestarteten Schweden kassierten dabei einen ersten Rückschlag, auch beim mühsamen 5:2-Erfolg gegen Italien offenbarten die "Tre Kronor" erhebliche Schwächen in der Defensive.
Die Gastgeber verkauften sich beim 2:3 (0:0, 1:2, 1:1) gegen die Slowakei erneut teuer, blieben aber wieder ohne Punkte. Die Slowaken führen mit zwei Siegen die Gruppe B an.