Wintersport Olympia Eishockey
Nach Viertelfinal-Aus: Eishockey-Team reist ab
Nach dem bitteren Olympia-Viertelfinalaus hat die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft die Heimreise angetreten. Bereits um 6 Uhr verließen am Donnerstag die ersten Shuttle das Olympische Dorf, teilte der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) mit, die letzten Mitglieder von Team und Staff brechen am Nachmittag auf. Für Kapitän Leon Draisaitl und seine bereits ausgeschiedenen NHL-Kollegen hob am Mailänder Flughafen Malpensa eine Maschine nach Nordamerika ab. Die nordamerikanische Profiliga nimmt am 25. Februar den Spielbetrieb wieder auf.
"Es war nicht das Turnier, das wir uns erhofft hatten, aber dennoch ein unvergessliches Erlebnis voller schöner Erinnerungen", schrieb Draisaitl bei Instagram: "Danke, Mailand! Und vielen Dank an alle für eure Unterstützung." Für den 30-Jährigen hatten seine ersten Winterspiele mit einer besonderen Ehre begonnen: Draisaitl wurde von den deutschen Sportfans und den Mitgliedern der deutschen Olympiamannschaft zum Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier gewählt.
Sportlich lief es in Mailand für das prominent besetzte deutsche Team mit sieben Profis mit NHL-Verträgen nicht wie erhofft: Gegen die Slowakei, einen Gegner auf vermeintlicher Augenhöhe, war im Viertelfinale mit 2:6 Endstation. Um die Medaillen wird ab Freitag gespielt, am Sonntag steigt das Finale. Draisaitl erzielte zwei Tore und fünf Vorlagen, damit war der frühere NHL-MVP Topscorer der deutschen Auswahl.
Die Konstellation der Mannschaft bei den Winterspielen in Italien sei "historisch" gewesen, hatte Bundestrainer Kreis (Vertrag bis 2027) vor dem Slowakei-Spiel gesagt: "Es sind alles Kumpels. Diese Mannschaft wird so wohl nicht wieder zusammenspielen." Bei der Weltmeisterschaft im Mai in der Schweiz - inmitten der NHL-Playoffs - wird das deutsche Team ein anderes Gesicht haben. Draisaitl hatte vor dem Olympia-Turnier, für das die NHL eigens pausiert, zuletzt vor sieben Jahren für Deutschland gespielt.