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2. Bundesliga

Aufstiegskampf: Bremen, HSV, Darmstadt und der Glaube an "außergewöhnliche Dinge"

  • Aktualisiert: 13.05.2022
  • 23:45 Uhr
  • ran.de / Oliver Jensen
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Der SV Werder Bremen, der Hamburger SV und der SV Darmstadt 98 bestreiten ein Fernduell um den Bundesliga-Aufstieg. Die Gegner versprechen den potenziellen Erstligisten starken Widerstand.

München - Drei Mannschaften, ein Ziel: die Bundesliga!

Für den SV Werder Bremen, den Hamburger SV oder den SV Darmstadt 98 wird sich dieser Traum am späten Sonntagnachmittag erfüllen (der 34. Spieltag der 2. Bundesliga im Liveticker auf ran.de)

Eine weitere Mannschaft versucht ihr Glück über die Relegation (am 19. und 23. Mai ab 19:30 Uhr live in SAT.1 und ran.de), der anderen bleibt lediglich der undankbare vierte Platz.  

Der SV Werder Bremen hat als Tabellen-Zweiter die beste Ausgangssituation. Ein Punkt im Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg genügt zum Aufstieg. Könnte Werder also einfach auf ein Unentschieden spielen?

Laut Clemens Fritz, dem Leiter Profifußball des SV Werder Bremen, ist das keine Option. "Ich weiß gar nicht, wie das funktionieren soll", sagt er.

Trainer Ole Werner sieht das genauso: "Du kannst nicht 90 Minuten auf 0:0 spielen, weil im Fußball immer einzelne Situationen ein Spiel entscheiden können." Das bedeutet für den Übungsleiter: "Wir wollen unser letztes Heimspiel gewinnen!" 

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Walter ohne Gedanken an mögliche Relegation
News

2. Liga: Walter denkt noch nicht an mögliche Relegation

HSV-Trainer Tim Walter möchte sich trotz der sicheren Relegation, im Falle eines Sieges über Hansa Rostock, noch nicht mit dieser beschäftigen.

  • 13.05.2022
  • 15:55 Uhr

Ein Selbstgänger wird das nicht. In der Hinrunde geriet Werder in Regensburg mit 0:1 in Rückstand und gewann nur knapp mit 3:2. Regensburg hat nun zwar seit sechs Spielen nicht mehr gewonnen, ist aber umso mehr um ein einen positiven Saisonausgang bemüht.

"Ein Sieg würde helfen, vor allem wenn es im letzten Saisonspiel ist", sagt Regensburg-Trainer Mersad Selimbegovic.

HSV-Trainer Walter glaubt an Nervenstärke seiner Mannschaft

Dies wäre auch dem Hamburger SV recht. Nur wenn Bremen sein Spiel verliert, könnte der HSV durch einen Auswärtssieg bei Hansa Rostock direkt aufsteigen. Wenn nicht, wäre mit drei Punkten zumindest der Relegationsplatz sicher.

Bereits das wäre ein Achtungserfolg. Nach dem Bundesliga-Abstieg im Jahre 2018 landete der HSV nämlich stets auf Tabellenplatz 4.

Nie war die Ausgangssituation so gut wie jetzt: Erstmals hat der HSV vor dem letzten Spieltag die Möglichkeit, aus eigener Kraft die Relegation zu erreichen bzw. mit fremder Hilfe eventuell sogar direkt aufzusteigen. 

Steigt dadurch auch der Druck? Trainer Tim Walter gibt sich gelassen: "Wir hätten den falschen Job, wenn wir jetzt Nerven zeigen würden. Genau deshalb sind wir Sportler. Wir arbeiten auf so ein Finale hin. Wenn man solche Spiele hat, immer erfolgreich und weiterkommen will, dann macht so eine Situation das Leben ein Stück weit aus."

Vor fünf Wochen schien sich der HSV aus dem Aufstiegsrennen bereits verabschiedet zu haben. Nach dem 29. Spieltag betrug der Rückstand auf den Relegationsplatz sieben Punkte. Was dann allerdings folgte, waren vier Siege in Folge.

In Rostock soll diese Serie fortgesetzt werden. "Wir wollen gewinnen. Zugleich wissen wir, dass Hansa Rostock uns alles abverlangen wird", sagt Walter.

Jens Härtel, der Trainer von Rostock, verspricht den Hamburgern tatsächlich einen harten Kampf: "Wir wollen unseren Fans eine Freude bereiten, das steht im Vordergrund. Es ist fast wie ein Pokalspiel."

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Darmstadt-Trainer Lieberknecht glaubt an "außergewöhnliche Dinge"

Der SV Darmstadt 98 dürfte genau darauf hoffen. Durch die 1:2-Niederlage gegen Düsseldorf haben sie am vergangenen Spieltag den 3. Tabellenplatz hergeschenkt. Sie sind punktgleich mit dem HSV, haben allerdings ein um neun Treffer schlechteres Torverhältnis.

Der Glaube ist dennoch ungebrochen. "Es kommt ein Gefühl auf, dass außergewöhnliche Dinge passieren können", sagt Trainer Torsten Lieberknecht. "Für uns ist alles möglich - von Platz vier über den Relegationsplatz bis zum direkten Aufstieg. Wir wissen aber, dass wir erst einmal die Aufgabe Paderborn zu bewältigen haben."

Lieberknecht erhöht den Druck auf die beiden Nordvereine. "Durch die Düsseldorf-Niederlage haben wir den kleinen Vorteil aus der Hand gegeben. Den haben nun die Teams, von denen es vor der Saison alle erwartet haben. Jetzt dürften die Jungs dort spüren, dass sie etwas Großes erreichen, aber auch etwas verlieren können." 

In einem Punkt ist sich der Darmstadt-Trainer jedenfalls sicher: "So wie Paderborn alles gegen uns versuchen wird, werden das auch Regensburg in Bremen und Rostock gegen den HSV tun."

Den drei Aufstiegskandidaten scheint ein echtes Nervenspiel bevorzustehen.

Oliver Jensen

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