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Cleveren Wölfen gelingt erster Auswärtssieg

  • Aktualisiert: 20.10.2013
  • 20:03 Uhr
  • SID
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© SID-FIRO
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Der VfL Wolfsburg kommt in Augsburg zum ersten Saisonsieg auf fremdem Platz. Nach einem frühen Rückstand bringt ein Youngster die Wölfe zurück ins Spiel, die nach dem Spieltag wieder bis auf einen Punkt an die Europa-League-Plätze dran sind.

Augsburg - Minimaler Aufwand, maximaler Ertrag: Gnadenlos effektiv hat der VfL Wolfsburg im fünften Anlauf endlich den ersten Auswärtssieg der Saison verbucht. Aus zwei Chancen machten die Niedersachsen beim FC Augsburg zwei Tore - und pusteten nach dem 2:1 (2:1) erleichtert durch. "Der Sieg war wichtig für die Mannschaft. Wir haben Anlauf gebraucht, es hat gedauert, bis wir einen klaren Kopf hatten", sagte VfL-Sportchef Klaus Allofs.

Im Hinterkopf steckte immer noch die bittere 0:2-Heimpleite vor zwei Wochen gegen den Aufsteiger Eintracht Braunschweig. "Die Mannschaft hat unter der Niederlage gelitten", berichtete Allofs und wunderte sich: "Der Rückstand hat sie anscheinend befreit."

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"Da hätten wir das Spiel entscheiden müssen"

Die stürmischen Augsburger waren durch Tobias Werner früh in Führung gegangen (10.) und bestimmten über eine halbe Stunde lang eindeutig das Geschehen. Urplötzlich kippte jedoch das Spiel: Maximilian Arnold (35.) und Luiz Gustavo (42.) trafen kurz vor der Pause - und Wolfsburg kletterte mit dem ersten Auswärtsdreier nach vier Niederlagen in der Fremde auf den neunten Platz.

Bedient waren die Augsburger. "Das ist sehr ärgerlich. Nach den ersten 20 Minuten muss es schon 2:0 oder 3:0 stehen", meinte Abwehrspieler Jan-Ingwer Callsen-Bracker: "Da hätten wir das Spiel entscheiden müssen. Wir können an unserer Torausbeute noch arbeiten." So blieben die Schwaben im vierten Spiel nacheinander ohne Sieg.

Augsburg vergibt Großchancen

Bis zum Ausgleich durch Arnold schien Wolfsburg zunächst von allen guten Geistern verlassen. Augsburg griff überfallartig mit schnellem und schnörkellosem Spiel an, die Gäste offenbarten im Defensivbereich Stellungsfehler und Abstimmungsprobleme. Ehe Arnolds Weitschuss an Freund und Feind vorbei aus 25 Metern ins Tor flog, hätte Augsburg höher führen können, wenn nicht müssen. Torschütze Werner (13./29.) und Halil Altintop (4./31.) vergaben allerdings vor 27.554 Zuschauern weitere Großchancen. Und hinten unterliefen dem FCA zwei vermeidbare, aber entscheidende Fehler.

Wolfsburg benötigte eine Viertelstunde, um sich in der Defensive einigermaßen zu sortieren, brachte danach offensiv aber nur wenig Konstruktives zu Stande und blieb zudem anfällig für die stürmischen Angriffe der Augsburger: Vor allem Torschütze Werner und Andre Hahn auf der rechten Außenbahn sorgten für Gefahr vor dem Tor des guten Diego Benaglio im Tor der "Wölfe". Der zu diesem Zeitpunkt völlig überraschende Ausgleichstreffer durch das erste Saisontor des 19 Jahre alten Arnold erwischte Augsburg kalt - beim Treffer von Luiz Gustavo nach einem Freistoß sah die Abwehr schlecht aus.

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Keiner hat Gustavo im Blick

Arnold war einer von drei Neuen in der Anfangsformation der Wolfsburger. Beide Mannschaften hatten vor der Länderspielpause verloren, Augsburg bei Schalke 04 (1:4), der VfL sein Heimspiel gegen Braunschweig. "Ich erwarte eine Reaktion von meiner Mannschaft", forderte VfL-Trainer Dieter Hecking deshalb und bot neben Arnold die beiden Startelf-Debütanten Patrick Ochs (300. Bundesligaspiel) und Slobodan Medojevic auf. Bis zu der von Hecking erhofften Reaktion dauerte es allerdings.

Nach dem 1:1 begegneten sich beide Mannschaften zumindest auf Augenhöhe - Augsburg aber leistete sich beim Freistoß von Ricardo Rodriguez, den Luiz Gustavo per Kopf zum ersten Saisontor nutzte, einen sträflichen Moment der Unachtsamkeit. Diesem Fehler lief der FCA in der zweiten Halbzeit mit höchstem Einsatz hinterher, drängte Wolfsburg zurück, spielte aber dabei nicht mehr so geradlinig wie in der ersten Halbzeit. Wolfsburg brachte seinerseits aus dem Spiel heraus nur wenig zustande, stand aber defensiv nun besser.


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