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Der Bayer-Plan: Spitzenreiter statt Pillendreher

  • Aktualisiert: 18.10.2013
  • 16:52 Uhr
Article Image Media
© getty
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Per Imagekampagne will Bayer Leverkusen den Muff des Werksvereins loswerden und die Herzen der Fans erobern. Stufe eins: Den anderen Plastik-Klub aus Hoffenheim besiegen – und nebenher Tabellenführer werden. 1899 Hoffenheim gegen Bayer Leverkusen, Freitag ab 20 Uhr im Liveticker!

Köln - Über die Tabellenspitze in die Herzen der Fans: Bayer Leverkusen will sich beim ausgerufenen Imagewandel der beste Werbeberater sein. Der mögliche Sprung auf Platz eins der Bundesliga durch einen Sieg zum Auftakt des neunten Spieltag am Freitag (20:00 Uhr im Liveticker) ausgerechnet im Duell der Plastik-Klubs bei 1899 Hoffenheim wäre für die Rheinländer die denkbar stärkste Eigenwerbung, auch wenn Triple-Gewinner Bayern München und Vizemeister Borussia Dortmund keine 24 Stunden später wieder an Bayer vorbeiziehen können.

Für Teamchef Sami Hyypiä allerdings ist das Ranking in der momentanen Phase der Saison nahezu ohne jeglichen Belang. "Alles, was zählt, sind die drei Punkte. Im Oktober bekommt man keinen Preis für den ersten Platz."

Punkte statt Prestige - Hyypiäs Devise steht im Gegensatz zu den Überlegungen der Bayer-Strategen. Denn gerade Prestige fehlt dem langjährigen Werksverein, der zuletzt vor gut 44 Monaten nach einem kompletten Spieltag Spitzenreiter war, spürbar.

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"Wir sind nicht wahrgenommen worden"

"Wir müssen im Bereich Marketing, Kommunikation und PR etwas tun. Man hat gar nicht bemerkt, was Bayer 04 in der vergangenen Saison erreicht hat. Wir sind nicht richtig wahrgenommen worden", beschrieb Leverkusens neuer Geschäftsführer Michael Schade das Imageproblem des Klubs und kündigte eine Medienkampagne zur Wandlung des öffentlichen Erscheinungsbildes an.

Flankierende Maßnahmen durch das kickende Personal sind nur allzu sehr willkommen - und Hoffenheim kommt Leverkusen angesichts von neun Siegen in den bisherigen zehn Duellen ohne Niederlage recht.

Doch Hyypiä, der während der Länderspielpause seine Trainer-Ausbildung durch eine Hospitanz bei Englands Nationalmannschaft vorantrieb, erwartet alles andere als einen Spaziergang an die Spitze. Zumal den Westdeutschen auch noch ihre erschreckende Unterlegenheit beim gleichwohl beachtlichen 1:1 vor der Liga-Pause gegen die Bayern gut in Erinnerung sein dürfte: "Da haben wir uns nicht gut verkauft, das können wir besser", mahnte Sportdirektor Rudi Völler.

"Bayer ist kein Angstgegner"

Doch gerade wegen Leverkusens Remis gegen den Champions-League-Sieger redet 1899-Trainer Markus Gisdol sein Team bewusst in die Außenseiterrolle: "Ein 1:1 gegen Bayern schafft man nicht mal eben so. Deswegen ist das Spiel gegen Leverkusen für uns eine Herausforderung. Gegen solch einen Gegner brauchst du einen Spitzentag. Deswegen sind die Spiele gegen Bayer und danach bei Hannover 96 und gegen die Bayern auch Bonusspiele für uns, in denen niemand mit uns rechnet und jeder Punkt ein Zugewinn ist."

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Modeste hat keine Angst vor kommenden Gegnern
News

Vor Hammer-Spielen: Modeste selbstbewusst

1899 Hoffenheim und Anthony Modeste gehen mit Selbstvertrauen die kommenden Aufgaben an. Für den Torjäger liegt der Schlüssel zum Erfolg in der Defensive.

  • 17.10.2013
  • 12:32 Uhr

Hoffenheims schwächste Bilanz gegen einen Bundesliga-Rivalen indes ist für den Coach kein Grund zur Furcht: "Bayer ist kein Angstgegner. Wir haben eine neue Konstellation."

Schwächste Abwehr der Liga

Nach zuletzt nur einer Niederlage der Kraichgauer in fünf Pflichtspielen geht auch Torjäger Anthony Modeste alles andere als bescheiden ins Duell mit dem Champions-League-Teilnehmer. "Mönchengladbach haben wir doch auch besiegt, gegen Schalke wären drei Punkte drin gewesen", konstatierte der Franzose im kicker-Interview nüchtern.

Allerdings sind dem sechsfachen Torschützen die Defensivmängel der momentan löchrigsten Liga-Abwehr (20 Gegentore in acht Spielen) auch nicht entgangen: "Wir sollten gemeinsam besser verteidigen und weniger Gegentore kassieren."

Um "vernünftig" dazustehen, habe der Tabellenzehnte auch "noch viel Arbeit" vor sich.

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Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Hoffenheim: Casteels - Beck, Abraham, Vestergaard, Toljan - Polanski, Salihovic - Volland, Firmino, Elyounoussi - Modeste. - Trainer: Gisdol

Leverkusen: Leno - Donati, Wollscheid, Toprak, Boenisch - Castro, Reinartz, Rolfes - Sam, Kießling, Son. - Trainer: Hyypiä

Schiedsrichter: Dr. Felix Brych (München)


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