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Bundesliga

FC Bayern München: Bei Kane kopiert der deutsche Rekordmeister Barcas fiese Transfermasche

  • Aktualisiert: 03.07.2023
  • 13:33 Uhr
  • ran.de
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© 2023 Getty Images
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Der FC Bayern München will Tottenham-Stürmer Harry Kane (fast) um jeden Preis. Dafür bedient sich der Rekordmeister offensichtlich am Repertoire des FC Barcelona - und misst einmal mehr mit zweierlei Maß.

von Carolin Blüchel

Die Bayern sind sauer auf den FC Barcelona. Denn Trainer Xavi flirtet seit einiger Zeit ungeniert mit Joshua Kimmich. Der 26-Jährige ist dem Vernehmen nach einer der heißen Kandidaten für die Nachfolge des scheidenden Sergio Busquets. Xavi macht daraus keinen Hehl.

Das stinkt dem Rekordmeister derart, dass Präsident Herbert Hainer bei "Sky" seinem Ärger Luft machte. "Ich verstehe nicht ganz, warum sie an unserem Spieler so öffentlich und offensiv baggern", schimpfte er. Wenig überraschend.

Natürlich muss man sich als Arbeitgeber derartiger Avancen öffentlichkeitswirksam erwehren. Reflexartig - wie der Reklamierarm von Manuel Neuer. Allein schon, um die Wertschätzung für den eigenen Spieler zu betonen. 

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Barca reißt bei Bayern alte Wunden auf

In diesem Fall aber ist es mehr als ein Reflex. Bei Bayern reißen alte Wunden auf. Denn Barca greift zu einem bewährten Taschenspieler-Trick, der schon im vergangenen Jahr bei Robert Lewandowski bestens funktioniert hat:

Den Spieler umgarnen, sich mit ihm einigen. Die Bayern damit maximal unter Druck setzen, dass sie am Ende einem Wechsel – wenn auch widerwillig - zustimmen müssen, wollen sie den Frieden an der Säbener Straße bewahren. Durchaus eine hinterhältige Taktik, befanden sie damals in München.

Harry Kane
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Die Doppelmoral des FC Bayern

Aber Moment mal! Riecht es hier nicht auffällig nach Doppelmoral?

Wie "Bild" darlegte, gibt es nämlich erstaunliche Parallelen zwischen Barcas "fieser" Lewandowski-Nummer und Bayerns aktuellem Bestreben, Tottenham-Stürmer Harry Kane nach München zu locken. 

1. Deja Vu: Lewandowski hatte noch ein Jahr Vertrag in München. Kanes Arbeitspapier in London läuft ebenfalls noch ein Jahr.

2. Deja Vu: Barcelona kommunizierte sein Interesse am Polen damals lautstark. Genau wie der FC Bayern jetzt bei Kane.

3. Deja Vu: Barca einigte sich mit Lewandowski, obwohl die Bayern eine Freigabe ausschlossen. In Erinnerung ist noch Oliver Kahns "Basta"-Aussage, die der damalige Bayern-Boss allerdings kurz darauf selbst wieder einkassieren musste. Auch die Spurs haben überhaupt kein Interesse daran, Kane im Sommer abzugeben. Klub-Boss Daniel Levy äußerte sich bis dato zwar nicht öffentlich. Doch die prompte Ablehnung der ersten Bayern-Offerte binnen Minuten spricht Bände. 

4. Deja Vu: Lewandowski erzählte damals, jedem, der es nicht hören wollte, wie unbedingt er München verlassen wolle. Auch Kane soll seinen Abwanderungswillen – wenn auch weniger publik – innerhalb des Vereins längst verkündet haben. Mit den Bayern soll er sich auch einig sein. 

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Keine Streik-Gefahr bei Kane

Lewandowski und Barcelona bekamen am Ende ihren Willen. Wohl auch aus Sorge, der Pole könnte sich notfalls aus München wegstreiken.

Immerhin: Hier unterscheiden sich die beiden Geschichten. Mit einem Kane-Streik bei seinem Jugendklub ist nicht zu rechnen. Vielmehr dürften die Bayern darauf spekulieren, dass die Spurs ihren alt gedienten Spieler am Ende aus Dankbarkeit doch vorzeitig aus dem Vertrag entlassen.

Hinterhältig? Eher klug, denkt man bestimmt in München. Es kommt eben immer auf die Perspektive an.


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