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Bundesliga

FC Bayern München: Dietmar Hamann kann sich Rücktritt von Thomas Tuchel vorstellen

  • Aktualisiert: 28.05.2023
  • 10:44 Uhr
  • ran.de
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Die Entlassung von Oliver Kahn und Hasan Salihamidzic sorgt bei Ex-Bayern-Profi Dietmar Hamann für Entsetzen. Der 49-Jährige kann sich sogar einen Abschied von Trainer Thomas Tuchel vorstellen. Ex-Profi Erik Meijer geht noch weiter.

Diese Art der Entlassung gefällt Dietmar Hamann ganz und gar nicht.

Nur wenige Minuten nach dem überraschenden Gewinn der Deutschen Meisterschaft hat der FC Bayern München offiziell mitgeteilt, dass Vorstandsboss Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic von ihren Aufgaben entbunden werden.

Für Ex-Bayern-Profi Hamann ein Unding.

"Das ist an Respektlosigkeit nicht zu überbieten", schimpfte er in seiner Funktion als "Sky"-Experte.

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Hamann vom FC Bayern entsetzt

Vor allem der Zeitpunkt und die Art und Weise des Vorgehens machten den 49-Jährigen fassungslos.

"Das ist dem FC Bayern unwürdig. Sie müssen aufpassen, dass sie sich nicht auseinanderdividieren", warnte er und fügte an, die Münchner werden sich "umschauen", wenn sie denken, dass ihre Situation so besser werde.

Man könne von Kahn und Salihamidzic denken was man will, "aber das sind zwei so verdiente Spieler und auch Funktionäre. Das nach dem Gewinn der Meisterschaft eine Minute oder fünf Minuten später durchzustecken, das ist unwürdig".

Auch die Tatsache, dass es Kahn eigenen Angaben zufolge vom Klub verboten wurde, ins Stadion zu gehen, sorgte bei ihm für Entsetzen. "Wenn einem CEO, der noch federführend ist, untersagt wird, zu kommen, da verstehe ich die Welt nicht mehr. Willkommen beim FC Bayern", monierte Hamann.

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Hamann: "Willst du für so einen Verein arbeiten?"

Der 49-Jährige spekulierte zudem über die Zukunft von Trainer Thomas Tuchel:

"Die Frage wird sein, was er macht. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass er bald nicht mehr Trainer des FC Bayern ist, sondern sagt: Lass' gut sein. Wenn du siehst, wie mit den Leuten umgegangen wird, dann stellt sich die Frage: Willst du für so einen Verein arbeiten?"

Und weiter: "Was der Verein die letzten 30, 40 Jahre geleistet hat, die Erfolge sind Wahnsinn. Aber was sie sich jetzt in den letzten Wochen und Monaten geleistet haben, mit der Krönung heute - da fehlen mir die Worte."

Ex-Profi Erik Meijer ging bei "Sky" sogar noch weiter: "Ich denke, dass er auch nicht mehr da ist ab Montag."

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Tuchel: "Natürlich hat das Konsequenzen"

Tuchel selbst hatte im Interview des Senders direkt nach dem Spiel erklärt, Kahn und Salihamidzic seien "maßgeblich verantwortlich, dass wir gemeinsam auf die Reise gegangen sind. Deswegen muss ich es jetzt auch erst verarbeiten".

Er sei von dem nun entlassenen Duo zur Entscheidung für Bayern überredet worden, und "ich habe auch meine Co-Trainer überredet, mit den Familien umzuziehen und so weiter. Statt zu feiern, haben wir jetzt das nächste Thema".

Und weiter führte er aus: "Natürlich hat es Konsequenzen. Ich weiß nur noch nicht, welche. Für mich ändert sich mehr oder weniger alles, weil Oli und Brazzo diejenigen waren, die eigentlich täglich mit mir im Austausch waren. Vor allem Brazzo. Er ist jetzt weg und wir müssen erst mal warten, wie es weitergeht."

Der Trennung vorausgegangen war am Freitag eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates um Präsident Herbert Hainer und Ehrenpräsident Uli Hoeneß.

Jan-Christian Dreesen, bisher Finanzvorstand des Klubs, wird neuer Vorstandschef. Einen Nachfolger von Salihamidzic benannte der Klub noch nicht.

Unverständnis und Kritik bei Sandro Wagner und Toni Kroos

Auch bei zahlreichen anderen Experten mit Bayern-Vergangenheit stieß die Vorgehensweise des Vereins auf teils scharfe Kritik.

"Irre. Mir fehlen wirklich die Worte. Art und Weise, Zeitpunkt", erklärte Sandro Wagner im "Sportstudio" und meinte über Kahn und Salihamidzic: "Für die beiden bedeutet Bayern München was, für die ist es natürlich auch schrecklich."

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Unverständnis äußerte auch Toni Kroos. "Ich habe gehört von Kahn, dass er nicht kommen durfte. Das ist jetzt nicht meine Baustelle, aber es gibt mittlerweile schon ein Bild ab, das ein bisschen bedenklich ist", sagte er "Real Total":

"Das ist schade für die Spieler und vor allem für den neuen Trainer, die wollten heute ein bisschen feiern, aber dann geht es hauptsächlich wieder um den Wechsel."

Nur Felix Magath sah es etwas anders. "Hätte es jetzt noch fünf Tage gedauert - ich weiß nicht, wer sich dann wieder beschwert hätte, dass man sie so lange im Unklaren lässt. Ich würde es nicht so dramatisieren. Mir leuchtet ein, dass Konsequenzen gezogen wurden",  sagte der 69-Jährige im "Deutschlandfunk".


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