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FC Bayern nur remis in Leverkusen: Dominanz schießt keine Tore

  • Aktualisiert: 06.10.2013
  • 11:10 Uhr
  • SID
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© getty
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Der FC Bayern München spielt Leverkusen an die Wand, vergibt aber beste Chancen. Bayer nutzt den ersten Torschuss zum Ausgleich - und zum gefühlten Sieg gegen den neuen Tabellenführer.

Leverkusen - Bayern München besucht das Oktoberfest standesgemäß als Tabellenführer. Durch ein 1:1 (1:1) beim Tabellendritten Bayer Leverkusen eroberte der Triplegewinner einen Tag vor seinem traditionellen Wiesn-Besuch am achten Spieltag erstmals die Bundesliga-Spitze in dieser Saison, nachdem der bisherige Liga-Primus Borussia Dortmund zuvor mit 0:2 bei Borussia Mönchengladbach gepatzt hatte.

Im Duell der unter der Woche erfolgreichen deutschen Champions-League-Teilnehmer brachte vor 30.210 Zuschauern in der ausverkauften BayArena ausgerechnet der ehemalige Leverkusener Toni Kroos die Gäste in der 29. Minute in Führung. Nur zwei Minuten später gelang seinem Nationalmannschaftskollegen Sidney Sam der glückliche Ausgleich für die Gastgeber, bei dessen Entstehung Nationaltorwart Manuel Neuer keine gute Figur machte.

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Guardiola zufrieden

"Wir haben alles gemacht. Wir sind die Ersten in der Tabelle. Wir stolz auf unsere Leistung und Vorstellung, haben sehr, sehr gut gespielt. Während meiner Zeit bei Bayern war es das beste Spiel", resümierte Bayern-Coach Pep Guardiola.

Der Rekordmeister blieb damit auch im 33. Spiel in Folge ungeschlagen, Bayer war mit dem Punktgewinn mehr als gut bedient. Der Champions-League-Sieger führt mit 20 Punkten die Tabelle vor Dortmund und Leverkusen (je 19) an.

"Bernd Leno war heute Weltklasse", sagte Bayer-Kapitän Simon Rolfes. Philipp Lahm, Spielführer der Bayern, meinte: "Zum Fußball gehören Tore, das war der Grund für das Unentschieden. Wir hatten klare Möglichkeiten, aber haben sie nicht genutzt. Wir haben es phasenweise sehr gut herausgespielt. Da muss man das Tor einfach machen. Wir waren klar überlegen, schade, dass wir nach dem 1:0 das schnelle Gegentor bekommen haben."

Franck Ribery blickte bereits nach vorne: "Auf dem Oktoberfest wird es ein bisschen Party zusammen geben. Das ist auch wichtig."

Kobe Bryant auf der Tribüne

Triple-Gewinner Bayern bestimmte unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw, DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und NBA-Superstar Kobe Bryant (Los Angeles Lakers) von Beginn an das Geschehen und spielte intelligent und zielstrebig nach vorne. Die erste gute Möglichkeit der Gäste hatte Kroos, der allerdings in der achten Minute den Ball aus zehn Metern nicht optimal traf und am Tor vorbei zielte.

Nur drei Minuten später verpasste Thomas Müller die Führung der Bayern. Der Nationalspieler agierte wie schon beim beeindruckenden 3:1 unter der Woche in der Champions League bei Manchester City als einzige nominelle Spitze und bot sich damit auf dieser Position Löw auch für die anstehenden WM-Qualifikationsspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Irland und in Schweden an, für die die verletzten Stürmer Mario Gomez und Miroslav Klose nicht zur Verfügung stehen.

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Robben und Mandzukic auf der Bank

Mario Mandzukic saß erneut auf der Bank, wurde später eingewechselt, ebenso wie Arjen Robben, für den Xherdan Shaqiri in der Start-Elf stand. Der Schweizer hatte ebenfalls zwei sehr gute Gelegenheiten (12., 62.).

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Auch der spielfreudige Franck Ribéry sowie Bastian Schweinsteiger brachten vor der Pause die wacklige Bayer-Defensive in Bedrängnis. Und Bayer-Torwart Bernd Leno rettete in der 23. Minute noch einmal nach einem Gewaltschuss von Kroos, der sechs Minuten später Leno aber keine Chance ließ. Im Gegenzug nutzte Sam dann eine Unachtsamkeit in der Münchner Abwehr zum äußerst glücklichen Ausgleich. Für den 25-Jährigen war es bereits der sechste Saisontreffer.

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Leno rettet Leverkusen

Auch nach der Pause dominierten die Bayern, die Leverkusen teilweise am eigenen Strafraum einschnürten und durch Müller, Lahm und Ribery, der Leno in der 59. Minute gleich zu zwei Glanzparaden zwang, weitere Chancen hatten. Trainer Pep Guardiola musste als einziges Manko verbuchen, dass seine Mannschaft die haushohe Überlegenheit nicht in Tore ummünzen konnte.

Bayer agiert bei seinen halbherzigen Offensivbemühungen meist zu fahrig, um die Bayern ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Auch Torjäger Stefan Kießling stand zumeist auf verlorenem Posten.

Beste Spieler bei Bayer waren Keeper Leno und mit Abstrichen Sam. Bei den durch die Bank starken Bayern ragten Europas Fußballer des Jahres Ribéry und Kroos heraus.


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